Die Auszahlphase von Union Investment auf einen Blick

Bald ist es soweit: Die Auszahlphase Ihres Riester-Produkts beginnt und Sie erhalten eine lebenslange monatliche Rente. Im Folgenden finden Sie die häufigsten Fragen und Antworten sowie wichtige Dokumente zur Auszahlphase.
Einen kurzen Überblick zu den Gestaltungsmöglichkeiten Ihrer Auszahlphase und den entsprechenden Formularen bietet Ihnen das folgende Erklärvideo.

Wichtige Schritte vor der Riester-Auszahlphase

Häufige Fragen zur Auszahlphase von Union Investment

1. Wie funktioniert die Auszahlphase bei Union Investment?

Im Rahmen der Riester-Rente ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass der Anbieter seinen Kunden eine lebenslange Rente auszahlt. Die Auszahlphase schließt sich an die Ansparphase an und beginnt frühestens mit Vollendung Ihres 62. Lebensjahrs und spätestens zum 1. Januar, der auf Ihren 67. Geburtstag folgt. Bei Vertragsabschlüssen vor dem 1. Januar 2012 kann die Auszahlphase bereits mit Vollendung des 60. Lebensjahrs starten.

Die Auszahlphase besteht aus einem Fondsauszahlplan bis zur Vollendung des 85. Lebensjahrs und danach aus einer gesetzlich verpflichtenden Rentenversicherung als Bestandteil Ihres Altersvorsorgevertrags. Zu Beginn der Auszahlphase wird ein Teil Ihres angesparten Depotvermögens in eine Rentenversicherung investiert, die wir für Sie abschließen. Ab dem 85. Lebensjahr erhalten Sie Ihre Auszahlungen lebenslang aus dieser Rentenversicherung. Auch zu diesem Zeitpunkt bleibt Union Investment Ihr Ansprechpartner.

2. Wann und wie werde ich über die Auszahlphase informiert?

14 Wochen vor Beginn Ihrer Auszahlphase lassen wir Ihnen alle nötigen Informationen zu Ihrer Auszahlphase zukommen – dies ist das sogenannte 14-Wochen-Anschreiben. Haben Sie vor Erhalt des Schreibens keine Vorabgarantie oder keinen garantierten Rentenfaktor beantragt, bekommen Sie mit diesem Anschreiben Ihre Garantie-Bescheinigung zugesendet. Dort finden Sie auch Ihren garantierten Rentenfaktor. Multiplizieren Sie diesen Rentenfaktor einfach mit Ihrem Altersvorsorgevermögen. So können Sie bereits heute jederzeit Ihre voraussichtlich garantierte monatliche Rente berechnen.

Sie erhalten mit dem 14-Wochen-Anschreiben ebenfalls eine Hochrechnung und eine Vorabgarantie. Die Hochrechnung gibt Ihnen einen Überblick über den möglichen Stand Ihres Altersvorsorgevermögens zu Beginn der Auszahlphase sowie über die voraussichtliche Höhe Ihrer monatlichen Auszahlungen.

Sie haben Anpassungswünsche zu Ihrer Auszahlphase? Mit dem 14-Wochen-Anschreiben bekommen Sie das Formular „Der Kunde wünscht … – Auszahlphase“ zugeschickt. Damit können Sie uns folgende Änderungen für Ihre Auszahlphase mitteilen:

Bitte teilen Sie uns Ihre Anpassungswünsche so schnell wie möglich mit. Nur dann kann Ihre Auszahlphase wie gewünscht starten.

Das Formular „Der Kunde wünscht … – Auszahlphase“ können Sie auch hier herunterladen.  

3. Mit welcher monatlichen Rente kann ich rechnen?

Die monatliche Auszahlung können Sie anhand des garantierten Rentenfaktors ermitteln. Für die Ermittlung der garantierten Rente ist Ihr Depotguthaben zum Beginn der Auszahlphase relevant. Die in der Hochrechnung bestätigte Rentenzahlung stellt daher nur einen Richtwert dar.

Innerhalb von zwei Jahren vor Beginn der Auszahlphase können Sie einen garantierten Rentenfaktor sowie Hochrechnung erhalten. Beginnt Ihre AZP nicht innerhalb der nächsten zwei Jahre, so können Sie auf unserem Altersvorsorgerechner die voraussichtliche monatliche Verrentung selbst berechnen.

Innerhalb der ersten 36 Monate streben wir an, Ihre monatliche Auszahlung konstant zu halten. Danach kann diese erhöht oder verringert werden. Dies hängt davon ab, wie sich das Depotvermögen beziehungsweise der Kapitalmarktverlauf entwickelt. Anschließend wird die Höhe der Auszahlung mindestens jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Die Auszahlung liegt immer mindestens auf dem Niveau der garantierten monatlichen Rente.

4. Welche Entscheidungsmöglichkeiten habe ich vor Beginn der Auszahlphase?

Vor Beginn der Auszahlphase gibt es zwei grundlegende Entscheidungen, die Einfluss auf Ihre spätere Rentenhöhe haben können:

1) Wie viel Kapital kann ich zu Beginn der Auszahlphase entnehmen?

Sie können bis zu 30 Prozent Ihres geförderten Kapitals entnehmen. Entscheiden Sie sich für eine Teilkapitalentnahme in Höhe von 30 Prozent, verringert sich Ihre monatliche Auszahlung ebenfalls um etwa 30 Prozent. Für die Entnahme Ihres geförderten Kapitals können Sie das Formular „Der Kunde wünscht … – Auszahlphase“ nutzen.

Zusätzlich können Sie bis zu 100 Prozent Ihres verfügbaren nicht geförderten Kapitals entnehmen. Um herauszufinden, wie viel nicht gefördertes Kapital in Ihrem Vertrag verfügbar ist, wenden Sie sich gerne an unseren Kundenservice oder Ihren Bankberater. Für die Entnahme Ihres nicht geförderten Kapitals können Sie das Formular „Der Kunde wünscht … – Auszahlphase“ nutzen.

Bitte beachten Sie, dass Aufträge für gewünschte Teilkapitalentnahmen vor Beginn der Auszahlphase vorliegen müssen.

2) Welchen Rentenversicherungstarif kann ich wählen?

Zur Garantie einer lebenslangen Rente wird ein Teil des Altersvorsorgevermögens zu Beginn der Auszahlphase in eine Rentenversicherung übertragen. Der andere Teil bleibt als Fondsvermögen bestehen. Die Auszahlphase aus dem Fondsvermögen dauert bis zur Vollendung des 85. Lebensjahrs, danach übernimmt die Rentenversicherung weitere Zahlungen.

Sie haben die Wahl zwischen zwei Rentenversicherungs-Tarifen:

  • Ohne Todesfallleistung (Sie erhalten eine höhere monatliche Rente)
  • Mit Todesfallleistung (Sie erhalten eine vergleichsweise niedrigere monatliche Rente) 

Entscheiden Sie sich für eine Rentenversicherung mit Todesfallleistung, so wird bei Ihrem Tod vor Vollendung des 85. Lebensjahrs der Rentenversicherungsbeitrag inklusive eventueller Überschüsse an Ihre Erben ausgezahlt.

Wählen Sie den Rentenversicherungstarif ohne Todesfallleistung, wird im Todesfall nur Ihr vorhandenes Fondsvermögen kostenlos an Ihre Erben übertragen. Der Beitrag an die Rentenversicherung wird bei diesem Tarif nicht vererbt.

Unabhängig davon, welchen Tarif Sie gewählt haben, ist im Todesfall nach Ihrem 85. Lebensjahr keine Vererbung mehr möglich.

Wichtig für Sie: Sie können nicht auf die Rentenversicherung verzichten, da es sich hierbei um einen gesetzlich verpflichtenden Bestandteil Ihres Altersvorsorgevertrags handelt. Liegt uns bis zum Beginn Ihrer Auszahlphase kein Auftrag vor, wird für Sie automatisch der Tarif ohne Todesfallleistung hinterlegt.

5. Kann ich den hinterlegten Beginn der Auszahlphase verschieben?

Den Beginn der Auszahlphase haben Sie bei der Depoteröffnung festgelegt. Diesen können Sie anpassen, solange Ihre Auszahlphase noch nicht begonnen hat. Nachträgliche Änderungen sind nicht mehr möglich.

Spätestens beginnt die Auszahlphase mit dem 1. Januar, der auf Ihren 67. Geburtstag folgt.

Besonderheiten:

  • Bei UniProfiRente Select kann der Beginn Ihrer Auszahlphase nicht auf einen früheren Termin als ursprünglich vereinbart verlegt werden. Sie können den Beginn ausschließlich weiter in die Zukunft verschieben.
  • Bei UniProfiRente/4P sind folgende Voraussetzungen für den Beginn der Auszahlphase zu erfüllen: 10 Jahre Mindestvertragslaufzeit und Sie sind mindestens 60 (für Vertragsabschlüsse vor 2012) bzw. 62 Jahre alt. 

Bitte beachten Sie, dass der Beginn Ihrer Auszahlphase nicht auf einen früheren Termin als ursprünglich vereinbart verlegt werden kann, wenn Sie sich in der Ansparphase für eine Anpassung des Depotsteuerungskonzepts an den Beginn der Auszahlphase entschieden haben.

6. Ich möchte das Geld in einer Summe erhalten. Ist das möglich?

Bei Einführung der Riester Rente hat der Gesetzgeber diese als lebenslange private Zusatzversorgung (Rente) vorgesehen. Eine Auszahlung des gesamten Kapitals ist nur als Abfindung bei einer sogenannten „Kleinbetragsrente“ möglich.

Unmittelbar vor Beginn der Auszahlphase können Sie jedoch wählen, ob Sie von Ihrem angesparten Guthaben bis zu 30 Prozent als Sofortauszahlung bekommen möchten.

Zusätzlich können bis zu 100 Prozent des ungeförderten angesparten Kapitals entnommen werden. Der Restbetrag wird dann monatlich verrentet.

7. Was ist eine Kleinbetragsrente?

Hat Ihr Riester-Vertrag zum Beginn der Auszahlphase einen vergleichsweise geringen Depotwert, wird auch Ihre monatliche Rente sehr niedrig sein. Um solche niedrigen Renten zu vermeiden, wird Ihr Riester-Vertrag im Rahmen einer Kleinbetragsrente abgefunden, was bedeutet, dass Sie Ihr Altersvorsorgevermögen in einem Betrag ausgezahlt bekommen. Eine anschließende Verrentung findet nicht mehr statt und Ihr Altersvorsorgevertrag ist mit der Auszahlung beendet. Sie brauchen uns dafür keinen Auftrag zu erteilen. Die Auszahlung ist förderunschädlich, das heißt die gewährten Zulagen und Steuervorteile bleiben Ihnen erhalten. Die Kleinbetragsrente ist einkommensteuerpflichtig. Weitere Informationen zur steuerlichen Behandlung einer Kleinbetragsrente finden Sie hier.

Wichtig: Aus gesetzlichen Gründen erfolgt die Prüfung, ob Sie eine Kleinbetragsrente erhalten oder nicht, immer anhand des Altersvorsorgevermögens vor einer etwaigen Kapitalentnahme Ihres geförderten Kapitals von 30 Prozent.

Eine Kleinbetragsrente liegt laut gesetzlichen Vorgaben dann vor, wenn die aus dem Depotwert berechnete monatliche Rente nicht höher als 1 Prozent der monatlichen Rentenbezugsgröße (West) gemäß § 18 SGB IV ist. Aktuell sind das 31,85 Euro (Stand 2020). Dieser Betrag ändert sich allerdings in der Regel jedes Jahr. Für die Berechnung dieser Grenze berücksichtigen wir alle Ihre bei Union Investment bestehenden Altersvorsorgeverträge, für die eine Riester-Förderung gewährt wurde (§ 93 Abs. 3 EStG).

8. Was ist die Fünftelregelung bei der Kleinbetragsrente?

Erhalten Sie Ihr Altersvorsorgevermögen voraussichtlich im Rahmen einer Kleinbetragsrente in einem Betrag ausgezahlt, können Sie von der sogenannten Fünftelregelung profitieren. Dadurch können Sie Steuern sparen. Das ist vor allem für jene Sparer interessant, die ein geringes Einkommen oder eine geringe Rente haben. Sie könnten durch die Einmalauszahlung der Kleinbetragsrente in eine hohe steuerliche Belastung geraten. Sparer, die bereits dem Spitzensteuersatz unterliegen, haben keinen Vorteil aus der Fünftelregelung. Damit Ihr zuständiges Finanzamt die Fünftelregelung auf die Kleinbetragsrente anwendet, geben Sie einfach den Betrag in Ihrer Steuererklärung an. Da wir aus gesetzlichen Gründen keine steuerliche Beratung vornehmen dürfen, bitten wir Sie, sich für weitere Details an Ihr Finanzamt beziehungsweise Ihren Steuerberater zu wenden.

Rechenbeispiel

Das nachfolgende Rechenbeispiel zeigt, welche Vorteile Ihnen die sogenannte steuerliche Fünftelregelung im Rahmen einer Kleinbetragsrente (KBR) bringen könnte.

Rick Riester hat ein Jahreseinkommen von 26.000 Euro. Außerdem hat er eine KBR in Höhe von 10.000 Euro bekommen.

Entsprechend liegt sein zu versteuerndes Einkommen insgesamt bei 36.000 Euro. Darauf werden 7.374 Euro Einkommensteuer fällig. Da es sich bei der Abfindung um außerordentliche Einkünfte handelt, kann Rick dafür im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung die steuerliche Fünftelregelung nutzen.

So geht Rick vor, wenn er seine Abfindung versteuern will:

  • Der Finanzbeamte addiert ein Fünftel der Abfindung zum Jahreseinkommen und errechnet die Steuer:
Jahreseinkommen 26.000 Euro
+ ein Fünftel der Abfindung 2.000 Euro
= zu versteuerndes Einkommen 28.000 Euro
Darauf anfallender Steuerbetrag 4.803 Euro
  • Der Finanzbeamte errechnet die Steuer für das Jahreseinkommen ohne die Abfindung: 
Zu versteuerndes Einkommen
(ohne Abfindung)
26.000 Euro
Darauf anfallender Steuerbetrag 4.206 Euro
  • Der Finanzbeamte bildet die Differenz aus beiden Steuerbeträgen und verfünffacht das Ergebnis. Das ist die Einkommensteuer, die Rick für die Abfindung zahlen muss:
Steuerbetrag mit Abfindung 4.803 Euro
Steuerbetrag ohne Abfindung 4.206 Euro
Unterschiedsbetrag 597 Euro
Unterschiedsbetrag * 5 2.985 Euro

Rick zahlt also 4.206 Euro Einkommensteuer auf sein Jahreseinkommen und 2.985 Euro auf die KBR, also insgesamt 7.191 Euro Einkommensteuer.

Fazit: Ohne Anwendung der Fünftelregelung versteuert Rick die 36.000 Euro komplett und zahlt 7.374 Euro Einkommensteuer. Durch die Anwendung der Fünftelregelung spart er immerhin 183 Euro ein (7.374 Euro – 7.191 Euro).

Je mehr Geld Rick inklusive KBR verdient und je größer der Unterschied zwischen KBR und Gehalt ist, desto größer ist die Steuerersparnis.

 

9. Welchen Betrag muss ich nach derzeitiger Rechtslage versteuern?

Das hängt davon ab, ob Ihre Auszahlungen aus gefördertem oder nicht gefördertem Altersvorsorgevermögen gezahlt werden.

Auszahlungen aus gefördertem Altersvorsorgevermögen sind vollständig als „Sonstige Einkünfte“ mit dem persönlichen Einkommensteuersatz zu versteuern und im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung anzugeben.

Bei Auszahlungen aus nicht geförderten Beiträgen sind bis zur Vollendung des 85. Lebensjahrs lediglich die Erträge zu versteuern (Differenzbesteuerung).

Wenn die Auszahlung nach dem 62. Lebensjahr (beziehungsweise dem 60. Lebensjahr für Vertragsabschlüsse vor 2012) und nach Ablauf von zwölf Jahren seit Vertragsbeginn erfolgt, ist nur die Hälfte dieser Erträge zu versteuern (hälftige Differenzbesteuerung). Der so ermittelte (steuerpflichtige) Betrag ist mit dem persönlichen Steuersatz als „Sonstige Einkünfte“ des Einkommens zu versteuern.

Nach Vollendung des 85. Lebensjahrs werden Auszahlungen von nicht geförderten Beiträgen über die abgeschlossene Rentenversicherung geleistet. Ab diesem Zeitpunkt unterliegen diese als „Sonstige Einkünfte“ einer Ertragsanteilbesteuerung in Höhe von derzeit fünf Prozent.

Sie erhalten im Rahmen Ihrer Auszahlphase jährlich eine Bescheinigung nach § 22 EStG für Ihre Einkommensteuererklärung.

10. Wie wird mein Altersvorsorgevermögen während der Auszahlphase angelegt?

Ihr angespartes Vermögen wird auch in der Auszahlphase in Fonds angelegt. Derzeit werden als Fonds der Sicherungskomponente die Rentenfonds UniVorsorge 1-7 und als Fonds der Chancenkomponente in der Regel Ihr Aktienfonds aus der Ansparphase verwendet.

In der Auszahlphase überprüfen wir Ihr Depot täglich, um die Fondszusammensetzung jederzeit optimieren zu können. Das Konzept verfolgt damit eine doppelte Strategie: Ihr Vorsorgevermögen abzusichern und gleichzeitig Chancen zu seiner Vergrößerung zu nutzen.

11. Wie werde ich über die weitere Entwicklung meines Altersvorsorgevertrags in der Auszahlphase informiert?

Sie erhalten jährlich mit Stand 31. Dezember eine Jahresinformation nach § 7a Abs. 1 AltZertG über die Entwicklung und monatlichen Auszahlungen Ihres Altersvorsorgevertrags. Zusätzlich senden wir Ihnen:

  • Bescheinigung nach § 22 EStG: Hier sehen Sie die zu versteuernden Leistungen und Erträge (Jahresende mit Stand 31. Dezember)
  • Jahresinformation nach § 7a Abs. 1 AltZertG über die Entwicklung und monatlichen Auszahlungen Ihres Altersvorsorgevertrags (Information zur Auszahlphase im Februar)
  • Bescheinigung nach § 92 EStG: Diese gibt Ihnen die Vertragsdaten Ihres Altersvorsorgevertrags an (Information zur Auszahlphase im Februar)

Darüber hinaus senden wir Ihnen regelmäßig Umschichtungsübersichten. Diese zeigen Ihnen die vorgenommenen Umschichtungen innerhalb Ihres Fondsauszahlplans

12. Kann ich meine Riester-Rente vererben?

Sie können Ihren Riester-Vertrag vererben. Dabei ist zwischen drei Varianten der Vererbung zu unterscheiden:

1) Übertragung auf einen Altersvorsorgevertrag des Ehepartners bzw. eingetragenen Lebenspartners

Vor dem 85. Lebensjahr ist die Übertragung des angesparten Altersvorsorgevermögens auf einen bestehenden oder neuen Altersvorsorgevertrag möglich. Die Eröffnung eines neuen Altersvorsorgevertrages ist auch im Rahmen der Nachlassabwicklung noch möglich. Die erhaltenen Zulagen und Riester-Steuervorteile bleiben dabei erhalten. Hierbei handelt es sich um einen Übertrag, keine Auszahlung. Nur bei der Übertragung bleiben die Zulagen und Steuervorteile erhalten. Für diesen Fall stehen Ihnen unsere Vertriebspartnerbanken im genossenschaftlichen Finanzverbund sehr gern zur Verfügung.

2) Auszahlung des Kapitals an die Erben

Soll das angesparte Altersvorsorgevermögen im Todesfall in einer Summe an Ihre Erben ausgezahlt werden, geht die Förderung verloren. In diesem Fall sind die gewährten Zulagen und Steuervorteile an den Staat zurückzuzahlen. Bei Vererbung während der Auszahlphase bis zum 85. Lebensjahr, fordert der Gesetzgeber eine anteilige Rückzahlung der Zulagen und Steuervorteile. Wird das Kapital im Rahmen der Vererbung ausgezahlt, sind die Erträge aus der Wertentwicklung für die Erben steuerpflichtig.

3) Vererbung des Rentenversicherungsbeitrags

Eine Vererbung des Beitrags zur Rentenversicherung ist möglich. Wählen Sie dazu Ihre Auszahlphase mit der Variante „Mit Todesfallleistung“.

Gut zu wissen: Für alle drei vorgenannten Varianten gilt, dass nach dem 85. Lebensjahr keine Vererbung mehr stattfindet.

 

13. Was ist der garantierte Rentenfaktor?

Seit 1. Januar 2017 bieten wir für unsere Riester-Produkte UniProfiRente und UniProfiRente Select einen garantierten Rentenfaktor an. Dieser Wert gibt an, wie hoch Ihre garantierte monatliche Rente bezogen auf Ihr Altersvorsorgevermögen ist. Mit dem garantierten Rentenfaktor haben Sie eine stärkere Planungssicherheit für Ihre künftige Auszahlphase.

Die Beantragung des garantierten Rentenfaktors ist frühestens 24 Monate vor Beginn Ihrer Auszahlphase möglich. Andernfalls wird dieser 14 Wochen vor Beginn Ihrer Auszahlphase automatisch ermittelt und Ihnen schriftlich mitgeteilt.

Sie möchten Ihren garantierten Rentenfaktor beantragen? Ihren Auftrag nehmen wir gerne formlos schriftlich, per E-Mail oder telefonisch an. Unsere Kontaktdaten finden Sie am Ende dieser Seite.

14. Was ist die optionale Sicherungsphase?

Die optionale Sicherungsphase gilt nur für das Produkt UniProfiRente/4P. Mit der optionalen Sicherungsphase haben Kunden die Möglichkeit, Ihren Depotbestand von UniGlobal Vorsorge schrittweise in UniEuroRenta umzuschichten. Die optionale Sicherungsphase erfolgt frühestens vier Jahre und spätestens 15 Monate vor Beginn der Auszahlphase. Wenn diese beauftragt wurde, ist der Depotbestand von UniGlobal Vorsorge spätestens 12 Monate vor Beginn der Auszahlphase komplett in UniEuroRenta umgeschichtet. In den verbleibenden 12 Monaten ruht das umgeschichtete Kapital. Rückumschichtungen in UniGlobal Vorsorge werden in der optionalen Sicherungsphase nicht mehr vorgenommen.

Ist kein Anteilsbestand in UniGlobal Vorsorge vorhanden, kann die optionale Sicherungsphase trotzdem genutzt werden. Denn so wird sichergestellt, dass auch zukünftige Beiträge und Zulagen ausschließlich in UniEuroRenta angelegt werden.

Die optionale Sicherungsphase ist für Sie kostenlos. Möchten Sie diese beauftragen, nutzen Sie bitte das Formular „Der Kunde wünscht … – Optionale Sicherungsphase“ oder sprechen Sie uns darauf an. Eine formlose Auftragserteilung ist nicht möglich.

15. Was ist eine Umschichtung auf Kundenwunsch?

Umschichtungen auf Kundenwunsch sind nur bei UniProfiRente/4P möglich. Kunden können während der Ansparphase möglichen Rückgängen an den Aktienmärkten durch Umschichtungen in UniEuroRenta entgegenwirken. Voraussetzung dafür ist, dass die optionale Sicherungsphase vier Jahre vor Beginn der Auszahlphase noch nicht begonnen hat. Sie können Ihre Anteile von UniGlobal Vorsorge komplett oder teilweise und beliebig oft in UniEuroRenta umschichten. Dadurch wird die Schwankungsbreite (Volatilität) im UniProfiRente/4P-Depot verringert. Gleichzeitig vermindern sich aufgrund der Anlage in den Rentenfonds aber tendenziell auch Ihre Ertragschancen.

Bitte beachten Sie, dass Sie im Falle einer auf Kundenwunsch beauftragten Umschichtung, nicht mehr von der Restaktienfondsquote von 10 Prozent profitieren können. Auch weitere Rückumschichtungen in den Aktienfonds UniGlobal Vorsorge sind ab dann nicht mehr möglich.

Dies bedeutet ebenfalls, dass neue Einzahlungen entweder zu 100 Prozent in UniGlobal Vorsorge oder UniEuroRenta angelegt werden. Zukünftige Umschichtungen des bestehenden Kapitals in UniGlobal Vorsorge erfolgen zu 100 Prozent in UniEuroRenta und verleiben dort bis zum Beginn der Auszahlphase.

Wichtig für Sie: Ihr Garantieversprechen für die eingezahlten Beiträge und Zulagen zum Beginn der Auszahlphase bleibt durch die Umschichtung auf Kundenwunsch bestehen. Diese Umschichtung erfolgt kostenlos und ist für alle UniProfiRente/4P-Kunden möglich.

Möchten Sie eine Umschichtung auf Kundenwunsch beauftragen, nutzen Sie bitte das Formular „Der Kunde wünscht … – Altersvorsorgevertrag UniProfiRente/4P“ oder sprechen Sie uns darauf an. Eine formlose Auftragserteilung ist nicht möglich.

16. Was passiert bei einem Umzug ins Ausland?

Ziehen Sie aus Deutschland in ein anderes Land der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) hat das keine Auswirkungen auf Ihre bereits erhaltene Riester-Förderung. Ziehen Sie dagegen aus Deutschland in ein Land außerhalb der EU oder des EWR, sind Sie in der Regel nicht mehr in Deutschland rentenversicherungspflichtig. Sie verlieren dadurch Ihre Förderfähigkeit. Dieser Verzug ins Ausland führt deshalb regelmäßig dazu, dass Sie Ihre bisher erhaltene Förderung zurückzahlen müssen. Das betrifft die Zulagen und eventuelle Steuervorteile. Durch einen sogenannten Stundungsantrag kann diese Rückzahlung zunächst ausgesetzt werden. Das geht allerdings nur, wenn Sie sich noch nicht in der Auszahlphase befinden. Soll die Stundung auch in der Auszahlphase gelten, ist hierzu stets ein separater Antrag auf Stundung noch vor Beginn der Auszahlphase zu stellen.

Weitere Informationen zu den Konsequenzen eines Umzugs ins Ausland auf die Riester-Förderung finden Sie hier. Den Stundungsantrag können Sie hier herunterladen. Sind Sie Grenzgänger? Dann finden Sie hier zusätzliche Informationen.

Alle Downloads im Überblick – Auszahlphase

Muster-Produktinformationsblätter

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