Entgeltumwandlung

Entgeltumwandlung ist die Umwandlung eines Teils des Arbeitsentgelts in eine betriebliche Versorgungsanwartschaft. Ein Teil des Lohns wird also nicht ausgezahlt, sondern zugunsten der betrieblichen Altersversorgung verwendet.

Seit 2002 haben nach dem Altersvermögensgesetz Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung. Ausnahmen davon betreffen den öffentlichen Dienst. Damit wird sichergestellt, dass jeder Arbeitnehmer einen Zugang zur betrieblichen Altersversorgung erhält. Tarifvertraglich vereinbarte Entgelte können nur durch eine tarifvertragliche Regelung umgewandelt werden. Die staatliche Förderung sieht steuer- und sozialabgabenfreie Einzahlungen in eine Direktversicherung, eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds in Höhe von 4 Prozent der aktuell geltenden Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung (West) vor. Darüber hinaus haben Arbeitnehmer, deren Zusage erst ab dem 1. Januar 2005 erteilt wurde, die Möglichkeit, 1.800,– Euro zusätzlich steuerfrei in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds einzuzahlen. Weiterhin kann auf Gehalt zugunsten einer Direktzusage oder einer Unterstützungskasse verzichtet werden. Da der Gesetzgeber hier nicht von Lohnzufluss spricht, sind Gehaltsverzichte in unbegrenzter Höhe steuerfrei und bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze sozialversicherungsfrei.