Insolvenzsicherheit von Investmentfonds

Im Unterschied zur Spareinlage bei einer Bank (Sparbuch, Sparbrief, etc.) gibt es für Investitionen in Investmentfonds eine besondere Regelung: Das Geld der Anleger ist in voller Höhe geschützt.

Jeder einzelne Fonds stellt rechtlich betrachtet ein Sondervermögen dar. Im unwahrscheinlichen Fall einer Insolvenz von Union Investment haben Insolvenzverwalter oder Gläubiger keinen Zugriff auf diese Sondervermögen, da sie nicht zur Insolvenzmasse zählen. Dies bedeutet, dass das Vermögen der Anleger nicht von der wirtschaftlichen Situation der Investmentgesellschaft oder der verwahrenden Depotbank (der sog. Verwahrstelle) abhängt. Dieser rechtliche Status ist gesetzlich verankert Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) und stellt einen wesentlich höheren Schutz als eine Einlagensicherung dar.

Ein weiterer Vorteil von Investmentfonds ist die gesetzlich geregelte, breite Risikostreuung auf eine Vielzahl von Emittenten, Wertpapieren oder Immobilien.

Darüber hinaus gilt, falls Sie Ihre Fondsanteile im UnionDepot verwahren: Die Union Investment Service Bank AG (USB) gehört der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR), Heussallee 5, 53113 Bonn an. Bei dieser handelt es sich um eine auf freiwilliger Basis entstandene, privatrechtlich organisierte und verwaltete Selbsthilfeeinrichtung des genossenschaftlichen FinanzVerbundes. Die von der Sicherungseinrichtung des BVR verwalteten Mittel werden solidarisch durch die Beiträge der angeschlossenen Institute erbracht. Auf der Basis ihres Statuts, welches Bestandteil der Satzung des BVR ist, betreibt die Sicherungseinrichtung des BVR Einlagenschutz, d.h. sie schützt stets in unbegrenzter Höhe die Einlagen von Nichtbanken bei den Kreditinstituten, die Mitglied der Sicherungseinrichtung des BVR sind. Über den Einlagenschutz hinaus praktiziert die Sicherungseinrichtung des BVR den so genannten Institutsschutz: Befindet sich ein angeschlossenes Kreditinstitut in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, wird es stets durch die Sicherungseinrichtung saniert und so gestellt, dass es seine rechtlichen Verpflichtungen in vollem Umfang erfüllen kann. Die Sicherungseinrichtung des BVR ist vom deutschen Gesetzgeber als so genanntes institutsbezogenes Sicherungssystem gemäß § 43 Abs. 1 Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) anerkannt worden."