Wieso werden manche Fonds erst ein oder zwei Tage später abgerechnet?

Durch das sogenannte „Forward Pricing“ (= späteres Abrechnen des Auftrages) stellen wir als Kapitalverwaltungsgesellschaft sicher, dass jeder Anleger dieselben Voraussetzungen für seine Aufträge hat und Informationsvorsprünge nicht genutzt werden können.

Ein gut informierter Anleger könnte aus Kursen, die an Börsen ermittelt wurden, die aufgrund der Zeitverschiebung gegenüber Deutschland bereits geschlossen sind (zumeist Anlagemärkte außerhalb Europa), auf die Preisentwicklung des Fonds schließen.

Damit Einzelne sich dieses Wissen nicht zu Lasten der Gemeinschaft aller Anleger zunutze machen können, werden bei der Fondspreisberechnung Wertpapierkurse zugrunde gelegt, die der Anleger zum Zeitpunkt der Auftragserteilung nicht kennt. Der Kauf- bzw. Verkaufspreis des Investmentfondsanteils wird in diesen Fällen daher erst mit den Wertpapierkursen dieser Märkte vom nächsten Börsentag errechnet (= Forward Pricing).

Ein Beispiel für die Auftragsausführung eines Fonds mit Forward-Pricing:
Ein Kaufauftrag für das UnionDepot erfolgt an einem Montag vor 16 Uhr. Dann wird der Auftrag nicht am Dienstag auf Basis der Schlusskurse vom Montag abgerechnet, sondern am Mittwoch auf Basis der Schlusskurse vom Dienstag.

Das Forward-Pricing wird in der Regel bei Dach- oder Mischfonds mit Drittfonds oder Fonds die in asiatische Wertpapiere investieren angewendet. In unserem besonderen Preis- und Leistungsverzeichnis erkennen Sie Fonds mit Forward-Pricing.

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