Welchen Beitrag muss ich zum Erhalt der vollen Zulage pro Jahr sparen?

Der Mindesteigenbeitrag ist erforderlich, um die vollen Zulagen zu erhalten.

Der Mindesteigenbeitrag errechnet sich prozentual vom rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommen des Vorjahres, maximal 2.100 EUR (Förderhöchstbetrag) abzüglich der Zulagen. Bei unmittelbar zulageberechtigten Personen darf auch der Zulageanspruch (Grund- / Kinderzulage/n) des mittelbar zulageberechtigten Ehe- bzw. Lebenspartners abgezogen werden.

Unterschreitet das Ergebnis den Sockelbetrag von 60 EUR, dann ist der Sockelbetrag automatisch der Mindesteigenbeitrag. Wird weniger eingezahlt als der Mindesteigenbeitrag, dann verringert sich der Anspruch auf Grund und Kinderzulage/n entsprechend. Der Zulageanspruch des mittelbar zulageberechtigten Ehepartners wird im gleichen Verhältnis gekürzt.

Für mittelbar zulageberechtigte Personen gilt ein Eigenbeitrag von 60 Euro pro Jahr. Diese Leistung ist Grundvoraussetzung für den Erhalt der Zulage. Wird der Beitrag nicht in voller Höhe gezahlt, verliert der Vorsorgesparer den Anspruch auf seine gesamten Zulagen.

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Besonderheiten bei Landwirten und Beamten

Bei Landwirten sind die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft (aus dem Steuerbescheid) des vorvergangenen Jahres entscheidend.

Bei Beamten ist die Bruttobesoldung des Vorjahres maßgeblich für die Beitragsberechnung. Sehr wichtig ist die Abgabe der Einverständniserklärung zur Datenübermittlung bei der Besoldungsstelle.

Empfänger von Lohnersatzleistungen

Bei Empfängern von Arbeitslosengeld I beziehungsweise Empfängern Entgeltersatzleistungen (z. B. Krankengeld) ist die Bemessungsgrundlage die erhaltene Leistung, das heißt der tatsächlich ausgezahlte Betrag. Die Angaben im Zulageantrag sind nicht erforderlich, da die ZfA selbst die tatsächlichen Entgelte bei der Finanzverwaltung erhebt.

Weiterhin anzugeben sind die Ersatzleistungen von folgenden Personen:
- Bezieher von Arbeitslosengeld II 
- Behinderte Menschen, die in Einrichtungen der Jugendhilfe oder in Werkstätten für behinderte Menschen beschäftigt sind
- Altersteilzeitbeschäftigte

Sockelbetrag (= 60 Euro)

Gab es kein rentenversicherungspflichtiges Einkommen im vergangenen Jahr (z. B. Berufsanfänger, Auszubildende, ehemalige Studenten, vormals Selbstständige, die gerade ihre rentenversicherungspflichtige Arbeit begonnen haben), dann ist der Sockelbetrag einzuzahlen, um die maximale Zulage zu erhalten. Der Sockelbetrag ist auch dann zu zahlen, wenn der errechnete Mindesteigenbeitrag niedriger ist als der Sockelbetrag.

Maximal geförderter Beitrag (Sparziel maximaler Sonderausgabenabzug)

Der maximal förderfähige Betrag beträgt 2.100 Euro. Wenn Sie diesen Betrag in jedem Beitragsjahr einzahlen, erhalten Sie bei vorliegender Zulageberechtigung die vollen Zulagen. Die Berechnung des Mindesteigenbeitrags entfällt damit. Zusätzlich können Sie damit den größtmöglichen Betrag steuermindernd geltend machen.

 

 

 

Häufige Fragen, klar beantwortet

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