Wie wird die Kirchensteuer auf Kapitaleinkünfte erhoben?

Automatisches Verfahren ersetzt Antragsverfahren

Seit dem 1. Januar 2015 führt die Union Investment Service Bank AG (USB) die Kirchensteuer auf private Kapitalerträge automatisch für alle Inhaber eines UnionDepots ab. 
Das automatische Verfahren gilt für alle Kreditinstitute in Deutschland und verpflichtet diese, die Kirchensteuer grundsätzlich automatisch für alle kirchensteuerpflichtigen Personen an die Finanzbehörden abzuführen.
Die erforderlichen Daten zur Religionszugehörigkeit erhält die USB vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt). Für den automatischen Kirchensteuerabzug wird die USB einmal im Jahr Ihre persönlichen Daten zur Religionszugehörigkeit und zur Höhe des Kirchensteuersatzes beim BZSt erfragen (sogenanntes Kirchensteuerabzugsmerkmal = KISTAM). Die Abfrage erfolgt im Zeitraum vom 1. September bis 31. Oktober.

Widerspruch gegen automatisches Verfahren möglich

Möchten Sie die Kirchensteuer weiterhin selbstständig über Ihre Steuererklärung erklären? Dann können Sie dem automatischen Datenabruf widersprechen. Dazu ist ein schriftlicher Antrag an das BZSt auf einem amtlich vorgeschriebenen Vordruck notwendig. Die Finanzverwaltung stellt den Vordruck „Erklärung zum Sperrvermerk“ auf www.formulare-bfinv.de in seinem Formularcenter für Sie bereit. Ein Widerspruch muss spätestens am 30. Juni beim BZSt eingehen, damit das Amt die Übermittlung Ihrer Kirchensteuerdaten ab dem laufenden Jahr sperrt. Weiter informiert das BZSt Ihr zuständiges Wohnsitzfinanzamt über Ihren Widerspruch. Ihr Wohnsitzfinanzamt wird Sie dann zur Abgabe einer Kirchensteuererklärung auffordern.

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