Wofür brauche ich eine Steuerbescheinigung?

Die Abgeltungsteuer ist eine Quellensteuer, das heißt sie wird direkt „an der Quelle“ – also bei der Depot führenden Stelle – abgeführt. Ihre Steuerschuld als Anleger ist damit grundsätzlich abgegolten.

Möchten Sie Ihre Kapitalerträge trotzdem in Ihrer Einkommensteuererklärung angeben nutzen Sie als Nachweis über die erzielten Kapitalerträge und gezahlten Steuern die Steuerbescheinigung.

Unter „Veranlagung“ versteht man die Angabe oder nachträgliche Versteuerung der Kapitaleinkünfte über die jährliche Einkommensteuererklärung.

  • Die freiwillige Veranlagung ermöglicht die Berücksichtigung von Verlusten über verschiedene Kreditinstitute bzw. depotführende Stellen hinweg sowie nicht ausgeschöpfter Sparerpauschbeträge oder angefallener ausländischer Quellensteuern. Eine vorab einbehaltene Abgeltungssteuer kann sich der Anleger so leicht zurückerstatten lassen.
  • Ebenfalls von Vorteil ist die freiwillige Veranlagung, wenn der persönliche Steuersatz unter 25 Prozent liegt und damit auch für Kapitalerträge gilt.
  • Die Pflichtveranlagung gilt für alle ausländischen Depots und Konten, da die hier erwirtschafteten Kapitaleinkünfte in Deutschland steuerlich noch nicht erfasst wurden. Das betraf bis 31. Dezember 2017 auch die Erträge aus thesaurierenden ausländischen Fonds.

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