60 Jahre Offene Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds sind bei deutschen Anlegern beliebt. Zwischen Januar und November 2018 investierten Privatanleger sechs Milliarden Euro in diese Anlageklasse. Das Gesamtvolumen Offener Immobilienfonds beträgt insgesamt rund 100 Milliarden Euro.

Das Prinzip der Offenen Immobilienfonds ist einfach erklärt: Wie bei anderen Fondsarten wird das Geld der Anleger gesammelt. Dann wird es in eine Vielzahl von Immobilien investiert. Ein Offener Immobilienfonds kann verschiedene Anlageschwerpunkte haben. Manche Fonds konzentrieren sich auf einzelne Regionen und legen das Geld zum Beispiel hauptsächlich in Immobilien in Europa an. Oder die Fonds investieren in eine bestimmte Immobilienkategorie wie beispielsweise Wohn- oder Geschäftsimmobilien. Für Geschäftsimmobilien wird meist eine hohe Mischung an unterschiedlichen Nutzungsarten angestrebt, um das Risiko besser zu verteilen. Das bedeutet, dass der Fonds in Hotels, Bürogebäude, Logistikzentren und Einzelhandelsimmobilien investiert und dadurch nicht abhängig von der Entwicklung einer einzelnen Branche ist.

Das Fondsmanagement entscheidet, welche Objekte für den Fonds erworben und welche eventuell wieder veräußert werden. Die Qualität der infrage kommenden Immobilien wird anhand verschiedener Kriterien beurteilt. Dies sind die Lage, die Qualität der Bauweise, das Alter der Gebäude sowie die Zusammensetzung und die Zahlungsfähigkeit der Mieter.

Neben dem An- und Verkauf ist ein weiterer wichtiger Aspekt die sogenannte Bestandsentwicklung. Dazu zählen Maßnahmen zur Modernisierung und Instandhaltung der Gebäude, um deren Attraktivität zu erhalten beziehungsweise zu erhöhen. Aber auch die Suche nach passenden Mietern und das Bestreben, Mietverträge mit langen Laufzeiten mit Gewerbetreibenden abzuschließen, werden durch das Fondsmanagement mitgesteuert.

Solider Klassiker

Offene Immobilienfonds gelten als vergleichsweise solide Geldanlage und schwankungsärmer als zum Beispiel Aktienfonds. Sie bieten regelmäßige Erträge, in erster Linie aus Mieteinnahmen. Eine Anlage in einen Offenen Immobilienfonds ist eher für einen mittel- bis längerfristigen Zeitraum geeignet. Die Fondsanteile müssen mindestens 24 Monate gehalten werden, und es besteht eine Rückgabefrist von zwölf Monaten.

Die Bilanz der vergangenen sechzig Jahre fällt positiv aus: In diesem Zeitraum lag die Rendite Offener Immobilienfonds fast immer deutlich höher als die Inflationsrate. Und die Immobilienexperten von Union Investment blicken optimistisch in die Zukunft.

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