Trump, der neue US-Präsident: Welchen Kurs wird die größte Wirtschaft der Welt einschlagen?

Die (wirtschafts-) politischen Kernbotschaften von Donald Trump wurden während des Wahlkampfes in aggressiver Weise und mit relativ einfacher Rhetorik verkündet.

(Stand 15. November 2016)

Gleichzeitig ist Trump aber ein politisch weitgehend unbeschriebenes Blatt. Es lassen sich daher keinerlei Rückschlüsse ziehen, inwieweit sein „Wahlprogramm“ nur Wahlkampf-Rhetorik war oder inwieweit es sich tatsächlich in realen politischen Maßnahmen wiederfinden wird. Zudem ist die Zusammensetzung seiner künftigen Regierungsmannschaft unklar. Fest steht nur, dass den Republikanern mit der Präsidentschaft von Donald Trump und den Mehrheiten in beiden Kammern des US-Kongresses (Repräsentantenhaus und Senat) ein beeindruckender Dreifachsieg gelungen ist.
Bestandteile des wirtschaftspolitischen Cocktails des künftigen US-Präsidenten dürften Steuersenkungen und höhere Staatsausgaben sein. Aber auch Protektionismus, eine Rückabwicklung verschiedenster Regulierungen und eine Rückführung von Wirtschaftsaktivitäten in die USA galten im Wahlkampf als Instrumente zur Wiederbelebung des amerikanischen Traums.
Über die Ungewissheit seines (wirtschafts-)politischen Kurses hinaus ist bislang auch völlig unklar, mit welchem Personal Trump arbeiten wird, sowohl in seiner Regierung als auch darüber hinaus. Eine Schlüsselrolle spielen dabei die Besetzung zweier aktuell vakanter Sitze bei der Federal Reserve sowie die Entscheidung über die Verlängerung der Mandate von Janet Yellen als Fed-Chefin (Anfang 2018) sowie ihres Vize Stanley Fisher (Mitte 2017). Es ist zu erwarten, dass Trump aufgrund der republikanischen Dominanz im US-Kongress „seine“ Kandidaten ohne großen Widerstand durchsetzen wird können.
Festzuhalten ist, dass gegenwärtig nur Sicherheit in einer Sache herrscht: Die Republikaner haben ein klares politisches Mandat errungen. Eine klassische republikanische Wirtschaftsagenda wäre durchaus positiv für die US-Wirtschaft – selbst wenn man sich für eine expansive Fiskalpolitik vielleicht andere Schwerpunkte wünschen könnte. Die nächsten Schritte der Trump-Administration im Hinblick auf die Themen Außenhandels- und Personalpolitik müssen allerdings eng beobachtet werden, denn sie werden die USA und auch die Weltwirtschaft auf Jahre hinaus im Positiven wie im Negativen in erheblichem Maße beeinflussen. Entscheidend wird dafür sein, ob sich Trump und die Republikaner eher dogmatisch verhalten oder – wie zumindest einige der ersten Äußerungen andeuten – doch stärker pragmatisch vorgehen, als es die Parolen des Wahlkampfes vermuten ließen.

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    Stand aller Informationen, Darstellungen und Erläuterungen: 15. November 2016, soweit nicht anders angegeben.