Anleger-Newsletter August 2017

Kapitalmarktausblick zweites Halbjahr 2017

Ausblick in sechs Thesen

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    Die Kapitalmarktaussichten bleiben gut

       
    Anleger sollten die Chancen an den Märkten nutzen. Jens Wilhelm, Vorstand bei Union Investment, erwartet ein stabiles zweites Börsenhalbjahr.

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    Positives Konjunkturumfeld stützt die Kapitalmärkte

                   
    „Das globale Wachstum hat sich weiter synchronisiert. Alle wichtigen Wirtschaftsräume sind gleichzeitig im Aufschwung“, erläutert der Kapitalmarktstratege. „Das verleiht Stabilität.“

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    Notenbanken nehmen den Fuß vom Gas


    Bereits im September dürfte die US-Notenbank den nächsten Schritt gehen. Für 2018 rechnet Union Investment mit zusätzlichen drei bis vier Zinsanhebungen.

    „Die EZB hingegen wird vorerst nicht am Strafzins rütteln. Sie wird zunächst das Ankaufprogramm spürbar reduzieren wollen, ehe an anderen Stellschrauben gedreht wird“, erklärt Jens Wilhelm und ergänzt: „Die Zinsen bleiben auf absehbare Zeit niedrig.“
     

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    Die „sichere Häfen“ im Anleihesegment trocknen aus


    „Zumindest für einige Anleihesegmente wird es schwieriger – allen voran für die ‚sicheren Häfen‘“, meint Wilhelm. Allerdings gibt es laut Wilhelm auch bei Rentenanlagen noch aussichtsreiche Alternativen. „Für Anleihen mit Renditeaufschlag wie Unternehmens- oder Nachrangpapiere sehe ich noch Luft nach oben“, nennt Wilhelm seine Favoriten.

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    Europäische Aktien haben die Nase vorn


    Aufwärtspotenzial besteht vor allem bei Aktien. „Die Konjunkturbelebung treibt die Unternehmensgewinne und beflügelt damit auch die Kurse“, ist Wilhelm überzeugt. Regional hat der Stratege einen eindeutigen Favoriten: „Europas Aktienmärkte ziehe ich klar den USA vor."

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    Aktive Vermögensallokation unverzichtbar


    Trotz positiver Vorzeichen dürfte eine Anlagestrategie ‚auf Autopilot‘ auch in diesem Umfeld nicht zum Erfolg führen. „Schnell wechselnde Bedingungen sind an den Börsen immer möglich. Zudem ist angesichts der bereits erreichten Bewertungsniveaus jeder weitere Renditepunkt immer härter zu erarbeiten. Anleger müssen bei ihren Investments noch aktiver und – mit Blick auf Anlageklassen und Einzeltitel – noch selektiver vorgehen“, formuliert Wilhelm seine Grundsätze für die nächsten Monate.

Jens Wilhelm, Vorstand bei Union Investment, erwartet ein stabiles zweites Börsenhalbjahr. „Anziehende Konjunktur, sinkende Politikrisiken, verbesserte Unternehmensgewinne – die Auftriebskräfte der vergangenen Monate wirken nach wie vor“, zeigt sich Wilhelm zufrieden.

Wesentliches Standbein der Kapitalmärkte bleibe das positive Konjunkturumfeld. Das globale Wachstum hat sich weiter synchronisiert. Alle wichtigen Wirtschaftsräume befinden sich gleichzeitig im Aufschwung. Besonders positiv ist die Lage in der Europäischen Währungsunion. Allerdings weist Wilhelm auch auf die generell moderate Dynamik hin: „Die Flughöhe beim Wachstum ist nach der Finanzkrise deutlich niedriger als früher.“

Mit Blick auf die Geldpolitik steuern sowohl die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) als auch die Europäische Zentralbank (EZB) auf richtungsweisende Entscheidungen zu. Die Mischung aus robustem Wachstum, festem Arbeitsmarkt und moderater Inflation ebne den Boden für weitere Zinserhöhungen in den USA. Auch das Thema Bilanzverkürzung wird laut Wilhelm verstärkt in den Fokus rücken. So weit ist man in Europa noch lange nicht. Dennoch stehen auch in Frankfurt die Zeichen auf Veränderung. Noch in diesem Jahr dürfte EZB-Chef Mario Draghi die Verringerung der monatlichen Anleihekäufe ankündigen, zum Jahreswechsel sollte dann die Umsetzung erfolgen. Am Leitzins wird die Notenbank aber erst einmal nicht rütteln.

Auf politischer Seite dürfte es hingegen ruhiger werden. Die Politiksorgen, die noch zum Jahresanfang im Fokus standen, sind mit dem europafreundlichen Wahlausgang in den Niederlanden und Frankreich etwas gewichen. Auch die Brexit-Verhandlungen scheinen für den Moment keine Rolle zu spielen.

Für die Rentenmärkte birgt dieses Umfeld eine Reihe von Herausforderungen. „Zumindest für einige Anleihesegmente wird es schwieriger – allen voran für die ‚sicheren Häfen‘“, meint Wilhelm. Hier erwartet der Vorstand moderate Renditeanstiege – und zwar auf beiden Seiten des Atlantiks. Aussichtsreiche Alternativen seien Anleihen mit Renditeaufschlag wie Unternehmens- oder Nachrangpapiere.

Aufwärtspotenzial sieht er vor allem bei Aktien. „Die Konjunkturbelebung treibt die Unternehmensgewinne und beflügelt damit auch die Kurse“, ist Wilhelm überzeugt. Regional hat der Stratege einen eindeutigen Favoriten: „Europas Aktienmärkte ziehe ich klar den USA vor.“ Hier sind die Bewertungen noch günstiger, außerdem ist der Aufschwung noch nicht ganz so weit fortgeschritten wie in den USA.

Trotz vieler positiver Vorzeichen: „Eine Anlagestrategie ‚auf Autopilot‘ dürfte auch in diesem Umfeld nicht zum Erfolg führen“, meint Wilhelm. „Luftlöcher sind an den Börsen immer möglich, genauso wie schnell wechselnde Bedingungen“, so der Vorstand. „Anleger müssen bei ihren Investments noch aktiver und – mit Blick auf Anlageklassen und Einzeltitel – noch selektiver vorgehen“, formuliert Wilhelm seine Grundsätze für die nächsten Monate. Besondere Chancen sieht er dabei aufseiten europäischer Aktien, Unternehmensanleihen mit Renditeaufschlag und Rohstoffen.

Hier geht es zum Interview