Anleger-Newsletter Dezember 2017

Altersvorsorge: Junge Generation gefordert

Neuer Aktienfonds mit Fokus auf Dividenden

Auf einen Urlaub in der Ferne oder den wöchentlichen Restaurant-Besuch beim Italiener wollen viele auch im Alter nicht verzichten. Die gute Nachricht: Das müssen sie auch nicht. Denn um ihre Rente brauchen sich die Menschen in Deutschland im Durchschnitt keine großen Sorgen machen. Zu diesem Ergebnis kommt die von Union Investment in Auftrag gegebene Studie „Vorsorgeatlas Deutschland“.

Allerdings gebe es für die Sorgenfreiheit eine Voraussetzung, wie Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment, beim Blick auf die Ergebnisse anmerkt. Die Bürger müssen aktiv werden und die drei Schichten der Altersvorsorge nutzen – also neben der gesetzlichen Rente als Schicht eins auch Modelle der privaten Altersvorsorge (Riester-Rente, betriebliche Altersvorsorge und Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes) sowie als dritte Schichte privat angespartes Geld- oder Immobilienvermögen. Besonders wichtig ist dies für junge Erwachsene.

Zur besseren Veranschaulichung arbeitet die Studie mit der sogenannten Ersatzquote. Diese gibt an, wie viel Prozent des letzten Bruttoeinkommens die Versicherten bei Rentenbeginn ersetzen können. Ein Wert von mindestens 60 Prozent gilt dabei als notwendig, um den Lebensstandard im Alter zu sichern.

Diesen Wert erreichen die Versicherten laut dem Vorsorgeatlas alleine mit der ersten Schicht aber nicht. Sorgen sie nicht zusätzlich vor, kommen die Versicherten im Durchschnitt über alle Einkommens- und Altersklassen nur auf 48 Prozent – beziehungsweise 1.070 Euro im Monat. Hierbei gibt es aber deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Besonders gut gestellt sind die heute 50- bis 65-Jährigen. Mit einer Ersatzquote von 64,1 Prozent können sie ihren Lebensstandard allein mit der gesetzlichen Rente sichern. Junge Menschen zwischen 20 und 34 kommen hingegen lediglich auf eine Ersatzquote von 38,6 Prozent Sie benötigen daher im Renteneintrittsalter 800 Euro zusätzlich pro Monat und müssen deshalb besonders aktiv werden.

Mit Leistungen aus der zweiten Schicht lässt sich ein großer Teil des fehlenden Betrags abdecken. Neben der betrieblichen Altersvorsorge eignen sich hierfür laut Studie in erster Linie Riester-Produkte. Mit einem entsprechenden Vertrag können die heute 20- bis 34-Jährigen im Alter eine beachtliche zusätzliche Rente erhalten. Zusammen mit der gesetzlichen Rente erzielen junge Erwachsene so zum Renteneintritt eine durchschnittliche Quote von 55 Prozent und müssen nur noch wenig zusätzlich sparen, um auf die empfohlenen 60 Prozent zu kommen.

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