Anleger-Newsletter Juni 2017

Immobilien sind eine beliebte Anlageform bei Privatanlegern. Bisher konnten wir unseren Kunden Offene Immobilienfonds, die in gewerbliche Immobilien investieren, anbieten. Wir haben unser Angebot erweitert und eröffnen unseren Anlegern die Möglichkeit, über einen Offenen Immobilienfonds auch in Wohnimmobilien zu investieren. „Investieren, wo andere wohnen“ – ist daher das Motto unseres Titelthemas.
Fonds und Märkte

UniImmo: Wohnen ZBI – unser neuer Fonds

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Die Deutschen sind ein Volk von Mietern: Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt nicht in den eigenen vier Wänden. Das ist im internationalen Vergleich ein hoher Anteil. Schon aus dieser Statistik lässt sich ablesen, dass hierzulande die Nachfrage nach Wohnungen auch in Zukunft hoch sein wird. In Wohnimmobilien zu investieren bietet also attraktive Renditechancen. Das galt schon früher und gilt heute mehr denn je. Über unseren Fonds UniImmo: Wohnen ZBI können Privatanleger ganz einfach in Wohnimmobilien investieren.


Die Wohnimmobilien für das Portfolio des Offenen Immobilienfonds werden anhand strenger Qualitätskriterien ausgewählt. Der neue Fonds investiert in  Bestandsimmobilien in mittleren und guten Lagen mit stabilen Mieterträgen, die in sogenannten europäischen Metropolregionen liegen. In diesen Regionen finden sich Städte, Vorstädte und ländliche Gebiete mit guter Zukunftsperspektive. Letztere lässt sich aus Indikatoren wie der Kaufkraft, der Entwicklung des Arbeitsmarkts oder vorhandener Infrastruktur etwa für Verkehr, Bildung und Naherholung ablesen.


Um die Lage und die Wohnimmobilien fachkundig beurteilen zu können sowie die gesamte Wertschöpfungskette bei dieser Nutzungsart abzudecken, hat Union Investment für den Fonds einen starken Partner gefunden: Die Zentral Boden Immobilien AG (ZBI) ist seit rund 20 Jahren ein erfolgreicher Investor auf dem Wohnungsmarkt. Außer der Auswahl und Bewertung übernimmt ZBI auch die Betreuung der Mieter vor Ort sowie die Verwaltung der Immobilien. Union Investment bringt ihre Expertise zum Beispiel beim Controlling, der Fondsbuchhaltung und der Anlegerbetreuung ein. Beim zentralen Punkt eines Objektkaufs sind sowohl Union Investment als auch die ZBI Gruppe eingebunden über einen Investitionsausschuss. Diese Partnerschaft bringt Anlegern die Aussicht auf attraktive Erträge bei geringen Risiken.


Nutzen Sie diese Chance – am 28. Juli 2017 wird UniImmo: Wohnen ZBI aufgelegt. Anteile können Sie zwischen dem 12. Juni und dem 21. Juli 2017 erwerben. Schnell sein lohnt sich, denn es stehen nur begrenzt Anteile zum Verkauf zur Verfügung. Mehr dazu erfahren Sie bei Ihrem Berater vor Ort. Bitte beachten Sie, dass der Fonds nicht bei allen genossenschaftlichen Banken erhältlich ist.

Hier finden Sie eine Bank in Ihrer Nähe Mehr Informationen zum Fonds gibt es hier
Service

Freistellungsauftrag einfach erteilt

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Einnahmen aus Kapitalerträgen werden mit einem Steuersatz von 25 Prozent besteuert. Dies gilt allerdings erst, wenn die Erträge einen bestimmten Betrag überschreiten: Dieser sogenannte „Sparerpauschbetrag“ liegt für Ledige bei 801 Euro und für Verheiratete bei 1.602 Euro im Kalenderjahr. Bis zu dieser Grenze fallen keine Steuern auf Kapitalerträge an, alle darüberliegenden Erträge sind zu versteuern.

Damit Sie den Freibetrag nutzen können, brauchen Sie lediglich Ihrem Finanzinstitut einen Freistellungsauftrag zu erteilen. Wenn Sie nur bei einem Institut Kapitalerträge erzielen, genügt es, den Freistellungsauftrag für den gesamten Sparerpauschbetrag zu erteilen. Erhalten Sie bei mehreren Finanzinstituten Erträge, bedarf es für jedes Institut eines gesonderten Auftrags. Für welche Beträge Sie dann die einzelnen Freistellungsaufträge erteilen, hängt davon ab, mit welchen Kapitalerträgen Sie im jeweiligen Jahr rechnen.

Mit dem Freistellungsrechner auf unserem Internetauftritt können Sie ganz einfach herausfinden, wie hoch Ihre Erträge bei Union Investment ungefähr ausfallen. Und das geht so:

  • Tragen Sie zunächst die Höhe der Freistellungsaufträge bei anderen Instituten ein.
  • Anschließend wählen Sie Ihre Union Investment-Fonds aus und geben Sie die Anlagesumme an.
  • Im Ergebnis sehen Sie nun, in welcher Höhe Sie einen Freistellungsauftrag bei Union Investment beantragen sollten.
  • Der Freistellungsauftrag lässt sich dann über das unter dem Rechner verlinkte Formular beantragen.

Sofern Sie den Freistellungsauftrag unbefristet lang erteilen, ist es sinnvoll, ihn von Zeit zu Zeit zu überprüfen. Dabei hilft Ihnen Ihr Berater vor Ort gerne weiter.

Bitte beachten Sie: Wenn Union Investment kein Freistellungsauftrag vorliegt, wird die Abgeltungsteuer automatisch an das zuständige Finanzamt abgeführt. Eine Erstattung in UnionDepot ist möglich, wenn Sie Union Investment im selben Jahr noch nachträglich einen Freistellungsauftrag erteilen. Oder Sie beantragen die Erstattung in der nächsten Steuererklärung, wenn der Sparerpauschbetrag nicht schon voll ausgeschöpft wurde.

Hier geht es zum Freistellungsrechner Hier finden Sie eine Bank in Ihrer Nähe
Fonds und Märkte

Inflation macht Zinssparen noch unattraktiver

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David F. Milleker beschäftigt sich als Chefvolkswirt bei Union Investment täglich mit dem Thema Inflation. Im Interview schätzt er die weitere Entwicklung der Teuerung ein.

Herr Milleker, die Inflation in Deutschland betrug im Mai 1,5 Prozent. Was sind die Gründe dafür, dass die Inflationsrate deutlich höher als im Vorjahr notiert, und welche Entwicklung erwarten Sie in den kommenden Monaten?

Hauptgrund für die höhere Inflation waren die gestiegenen Rohstoffpreise. Vor allem Öl hat im Jahresvergleich kräftig aufgeschlagen. Dieser Effekt liegt nun aber hinter uns. Für das Gesamtjahr 2017 rechnen wir mit einer Inflation von 1,8 Prozent in Deutschland und 1,5 Prozent im Euroraum.

Warum war die Inflation in den vergangenen Jahren eigentlich so niedrig?

Das hatte zwei wesentliche Ursachen: Zum einen war das Wachstum lange schwach, und dann steigen die Preise eben nicht. Zum anderen sind in den Jahren vor 2016 viele Rohstoffe immer billiger geworden. Auch das hat die Inflation nach unten gedrückt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins auch wegen der geringen Inflation so niedrig gehalten. Warum hält sie derzeit trotzdem an ihrer Nullzinspolitik fest, obwohl die Inflation hierzulande deutlich gestiegen ist? 

Die EZB argumentiert, dass die „Kerninflation“ ohne Energie und Lebensmittel, die weniger schwankt als die „normale“ Verbraucherpreisinflation, immer noch niedrig ist. Im Mai betrug sie in der Eurozone 0,9 Prozent, in den Vormonaten lag sie ebenfalls unterhalb oder nahe der Einprozentmarke. Mit der aktuellen Konjunkturverbesserung dürfte aber auch hier der Trend langsam weiter nach oben zeigen. Wir rechnen damit, dass die EZB im Herbst ein Zurückfahren ihrer Anleihekäufe ankündigen wird. Das wäre ein erster Schritt in Richtung einer normalisierten Geldpolitik.

Warum sitzen die Ängste der Deutschen eigentlich so tief, was das Thema Inflation angeht?

Das hat historische Gründe. Deutschland hatte im 20. Jahrhundert zwei Währungsreformen, immer im Anschluss an einen Verfall der Kaufkraft. Die Bilder von Schubkarren voller Geld, für das man nichts kaufen konnte, hat sich den Deutschen kollektiv ins Gedächtnis eingebrannt. Es gibt keine Familie, die dadurch nicht ihre Ersparnisse verloren hätte. Das prägt. Es verstellt aber auch den Blick auf das Heute.

Sparanlagen mit magerer Verzinsung sind bei steigender Inflation ein Verlustgeschäft. Wie steht es um die Aussichten für andere Anlageformen, beispielsweise Aktien?

Deutlich besser. Die Konjunktur in der Eurozone, aber auch in vielen anderen Regionen, zieht derzeit an. Das erhöht die Gewinnaussichten der Unternehmen. Wir trauen den europäischen Konzernen 2017 ein Ertragsplus von über zehn Prozent zu. Dadurch entstehen Spielräume für höhere Kurse bei Aktien. Aber zur Wahrheit gehört auch: Ein Aktieninvestment ist nicht ohne Risiko. Genau hinschauen und breit streuen lohnt sich also.

Fonds und Märkte

Deutsche Wirtschaft stabil

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US-Präsident Donald Trump bestimmte die Schlagzeilen in den ersten Wochen seiner Amtsperiode wie kaum einer seiner Vorgänger. Dabei fällt auf, dass sein Regierungshandeln bislang keiner klaren Linie folgt. Seine Aussagen sind oft widersprüchlich. Dies erschwert es vielen Beobachtern, die Auswirkungen seiner wirtschafts- und finanzpolitischen Entscheidungen auf Deutschland und Europa abzusehen.

Auch für Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft, bleibt US-Präsident Trump ein Buch mit sieben Siegeln: „Er ist nicht wirklich ideologisch festgelegt. Das kann man positiv werten. Das heißt aber auch, er ist spontan, und es sind keine Linien zu erkennen.“ Aufgrund seiner Sprunghaftigkeit werde Trump weiterhin überraschen. Die Unsicherheiten blieben somit groß, politisch wie wirtschaftlich.

Alles in allem habe sich Trumps Präsidentschaft laut Professor Hüther bislang jedoch nicht auf Deutschland ausgewirkt. Die deutsche Wirtschaft gleiche vielmehr einem Tanker, der hochstabil auf hoher See fahre. Trotz der gestiegenen politischen Risiken halte der Beschäftigungsaufbau an. „Das spricht auch dafür, dass die deutsche Wirtschaft Dinge hat, die andere nicht haben, und die sie weiterhin benötigen.“

Beim Brexit sind die Auswirkungen auf die Volkswirtschaft für Professor Hüther noch nicht greifbar, trotz erster Einbußen beim Handelsaustausch. Die Risiken des Brexits liegen für den Volkswirt eindeutig in London. „Es wird für Großbritannien nicht einfach gut werden können, nur weil sie es glauben.“ Deutschland solle darauf bedacht sein, den Binnenmarkt zu sichern und zu stabilisieren. Den Anlegern gibt Professor Hüther generell mit auf den Weg, selbst in unklaren Zeiten immer die Ruhe zu bewahren. Und immerhin: Trotz der Unsicherheiten mit US-Präsident Trump und dem Brexit präsentiert sich die deutsche Wirtschaft stark.

Hier sehen Sie das Interview mit Professor Dr. Michael Hüther
Rund ums Geld

So sparen die Deutschen

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Deutschland ist und bleibt ein Land der Sparer: Monat für Monat legt jeder zweite Deutsche Geld zurück, selbst die Niedrigstzinsen können ihnen das Sparen nicht verleiden. Doch regional lassen sich viele Unterschiede im Sparverhalten sowie in der Einstellung und bei den Motiven zum Geldzurücklegen erkennen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Elbe19 im Auftrag von Union Investment.*

Am regelmäßigsten sparen demnach die Bürger in Baden-Württemberg, gefolgt von denen aus Niedersachsen und Bremen sowie Schleswig-Holstein. Die Berliner dagegen erweisen sich als Sparmuffel. Hier legen nur knapp 40 Prozent monatlich ein Sümmchen auf die hohe Kante, während es im deutschen Durchschnitt 52 Prozent sind. Auch bei den Nichtsparern ist der Anteil in Berlin am höchsten (15,3 Prozent, gegenüber 10,4 Prozent im Bundesschnitt), in Mecklenburg-Vorpommern sind es dagegen nur gut sieben Prozent.

„Man sieht, dass regelmäßiges Sparen nichts mit dem Einkommen oder dem vorhandenen Vermögen zu tun hat. Gerade in einigen finanzschwächeren Bundesländern sparen die Menschen sehr engagiert“, konstatiert Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment. Die größten Sparvermögen gibt es im Süden der Republik: Rund sechs von zehn Bayern geben an, mehr als 10.000 Euro auf der hohen Kante zu haben. Ähnlich hohe Sparwerte sind auch in Hessen, Baden-Württemberg und dann in Nordrhein-Westfalen zu verzeichnen.

So unterschiedlich das Sparverhalten ist, so verschieden ist auch die Einstellung zum Leben überhaupt. Gerade in Bundesländern mit kleinerem Sparvermögen streben viele Menschen danach, ihren Lebensstandard zu sichern oder zu verbessern. In wohlhabenderen Regionen spielen dagegen auch Ziele wie finanzielle Unabhängigkeit eine Rolle. Gespart wird jedoch vor allem, um eine finanzielle Notreserve zu haben. Aber auch das Sparen für die Altersvorsorge ist für jeden zweiten Deutschen ein wichtiges Sparmotiv.

Für das Eigenheim sparen insbesondere die Bürger in Baden-Württemberg – und werden damit ihrem Image als Häuslebauer gerecht. Für jeden Vierten dort ist der Immobilienkauf ein wichtiges Ziel, in den ostdeutschen Ländern dagegen eher nachrangig.

In Baden-Württemberg haben auch noch sechs von zehn Befragten ein Sparbuch daheim, während es in allen ostdeutschen Bundesländern und in Berlin keine sonderlich große Rolle mehr spielt. Bundesweit hat es noch jeder Zweite. Tagesgeld ist vor allem bei den Hessen überdurchschnittlich beliebt (Bundesdurchschnitt: 39,2 Prozent), während die Bayern, gefolgt von den Hessen, Vorreiter bei der Wertpapieranlage sind (Bundesschnitt: 29 Prozent). Auch die meisten Fondsbesitzer gibt es in Bayern, gefolgt von Schleswig-Holstein, wo es übrigens die meisten Besitzer von Fondssparplänen gibt.

Da viele Deutsche beim Sparen vor allem Wert auf den Aufbau einer Notfallreserve legen, führt dies dazu, dass sie bei der Geldanlage verstärkt auf täglich verfügbare Mittel setzen. „In Kombination mit einem hohen Sicherheitsbedürfnis hat das zur Folge, dass die Deutschen mit ihrem Sparverhalten weit hinter ihren Möglichkeiten bleiben“, urteilt Reinke. Fondssparpläne können eine passende Alternative sein.

Hier gibt es Tipps zum Fondssparen
*Die repräsentative Studie des Hamburger Marktforschungsinstituts Elbe19 im Auftrag von Union Investment wurde im ersten Quartal 2016 unter mehr als 8.000 Sparern im Alter über 16 Jahren erhoben.