Anleger-Newsletter Juni 2018

Einer für alle, alle für einen

Einer für alle, alle für einen

22,6 Millionen Menschen sind in Deutschland in einer der 8.000 Genossenschaften oder genossenschaftlichen Unternehmen organisiert. Sie bilden einen wichtigen Eckpfeiler in der Gesellschaft. Denn Genossenschaften ermöglichen Menschen, Projekte zu realisieren, die für jeden Einzelnen häufig unmöglich wären. Dafür wurde die Genossenschaftsidee sogar in die UNESCO-Liste zum Immateriellen Kulturerbe aufgenommen.

In diesem Jahr wird das Prinzip der Genossenschaften 200 Jahre alt. Sein Erfinder Friedrich Wilhelm Raiffeisen wurde von dieser Idee angetrieben „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele.“ 1847 gründete der Bürgermeister aus dem Westerwald einen Darlehensverein, um der ärmlichen Landbevölkerung Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen. Die Idee der Genossenschaft hat sich seitdem auf der ganzen Welt verbreitet: In über hundert Ländern sind rund 800 Millionen Menschen Mitglied in einer Genossenschaft. 

Diese sind bis heute vorrangig ihren Mitgliedern verpflichtet. Das Ziel ist, nicht für externe Investoren Gewinne zu erzielen, sondern das Unternehmen im Sinne der Genossenschaftler erfolgreich zu führen. Die Organisation ist streng demokratisch: Jedes Mitglied kann mit seiner Stimme die Richtung des Unternehmens beeinflussen.

Genossenschaftliche Organisationen gibt es in vielen Branchen. Vor allem im Handwerk oder in der Landwirtschaft ist die genossenschaftliche Struktur weit verbreitet. Aber auch im Energiesektor oder eben im Finanzwesen hat sich die Idee etabliert. Besonders stark ist sie etwa, wenn es darum geht, regionale Strukturen zu stärken: etwa wenn Menschen sich zusammentun, um über einen genossenschaftlich betriebenen Dorfladen die lokale Lebensmittelversorgung zu sichern oder um bestehende Schwimmbäder zu übernehmen, die Kommunen nicht mehr wirtschaftlich betreiben können.

Kunde bei einer Genossenschaft kann übrigens jeder werden. Man muss kein Mitglied sein, um beispielsweise sein Girokonto bei der Volksbank zu haben oder frische Milchprodukte eines genossenschaftlichen Molkereiunternehmens zu kaufen. Der Erwerb von Genossenschaftsanteilen kann aber durchaus Vorteile mit sich bringen. Zum einen erwirbt man so ein Recht auf Mitbestimmung, und zum anderen kann man von speziellen Mitgliederangeboten profitieren.

Auch wir von Union Investment sind Teil der genossenschaftlichen FinanzGruppe, die sich Werten wie Transparenz und Partnerschaftlichkeit verpflichtet fühlt. Zudem bilden Vertrauen und Nähe das Fundament der Beratung in den Volks- und Raiffeisenbanken vor Ort. Ganz nach Raiffeisens Prinzip.

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