Anleger-Newsletter Mai 2017

Die Franzosen haben Emmanuel Macron zu ihrem neuen Präsidenten gewählt – und sich damit klar gegen Populismus und wirtschaftliche Abschottung entschieden. Warum der Sieg des Sozialliberalen für die Kapitalmärkte eine gute Nachricht ist, lesen Sie in unserem Titelthema.
Fonds und Märkte

Frankreich hat gewählt – Finanzmärkte atmen auf

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Merci, liebe Nachbarn – das haben sich am Abend des 7. Mai sicher viele Deutsche gedacht. Der sozialliberale Europafreund Emmanuel Macron ging aus der Stichwahl in Frankreich als klarer Sieger hervor. Dass er über seine rechtspopulistische Kontrahentin Marine Le Pen triumphierte, dürfte nicht nur die Demokratie stärken, sondern auch die Wirtschaft: „Die unterschwellige Gefahr eines Auseinanderbrechens der Eurozone ist damit vom Tisch. Das schafft Investitionssicherheit und ist gut für die europäischen Börsen“, lautet das Urteil von Björn Jesch, Leiter Portfoliomanagement bei Union Investment. „Europäische Aktien sind – Frankreich sei Dank – wieder eine gute Wahl“, so Jesch weiter.

Wirtschaftsexperten überrascht das nicht. Das politische Europa mag sich – zumindest gefühlt – in einer Dauerkrise befinden, aus ökonomischer Sicht gibt es aber viel Grund zum Optimismus: Der Euroraum ist eine vielversprechende Anlageregion, insbesondere aufgrund der anziehenden Konjunktur. Das stärkere Wachstum stützt die Ertragslage. Union Investment traut den europäischen Konzernen im laufenden Jahr einen Gewinnanstieg von über zehn Prozent zu.

Allerdings hat sich gerade in Frankreich wieder gezeigt, dass die Märkte auf politische Risiken sehr sensibel reagieren. Starke Kursschwankungen in kurzer Zeit und in rascher Folge gibt es an den Börsen immer häufiger. Das ist nicht verwunderlich, denn schließlich ist auch in der Welt vieles im Umbruch. Eine gut geplante Geldanlage kann solche Phasen durchaus nutzen. Wichtig ist dabei eine breite Aufteilung des Vermögens über viele Anlageklassen wie etwa Aktien, Anleihen und Rohstoffe. Kommt es zu Verlusten in einer Anlageklasse, können die Gewinne einer anderen Anlageklasse diese wieder ausgleichen. Zudem muss man in seiner Anlagestrategie flexibel und rasch auf Entwicklungen reagieren können, um Ertragschancen zu nutzen.

Die modernen Multi-Asset-Lösungen von Union Investment sind hierfür gut geeignet. Die aktive Steuerung durch unsere erfahrenen Portfoliomanager macht unsere Produkte zu einer guten Wahl – auch wenn sich die politische Wetterlage mal wieder ändert. Bei unserer PrivatFonds-Reihe etwa können Sie aus unterschiedlichen Varianten jene wählen, die zu Ihren persönlichen Anlagezielen und Ihrem Sicherheitsbedürfnis am besten passt. Mehr zu den Chancen von Multi-Asset-Lösungen im aktuellen Marktumfeld lesen Sie in einem Interview mit Dr. Frank Engels, Leiter Portfoliomanagement Multi Asset bei Union Investment. Den Beitrag hat das Finanzmagazin cash in einem Sonderdruck veröffentlicht.

Hier erfahren Sie mehr über PrivatFonds Hier finden Sie den Sonderdruck des Finanzmagazins cash
Rund ums Geld

Neue Steuerregeln für Fonds

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Ab 2018 wird die Besteuerung von Investmentfonds in Deutschland neu geregelt. Auch für Privatanleger ändert sich einiges. Bislang sind deutsche Erträge auf Ebene des deutschen Fonds selbst steuerfrei. Das bedeutet, dass ein Fonds deutsche Zinsen, Dividenden oder auch Mieterträge erhält, ohne dass darauf Steuern fällig werden. Die eigentliche Besteuerung findet erst beim Anleger mit der Abgeltungsteuer von 25 Prozent (zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) statt.

Künftig zahlen auch inländische Publikumsfonds bereits Steuern in Höhe von 15 Prozent insbesondere auf:

  • deutsche Dividenden
  • deutsche Mieterträge
  • Gewinne aus dem Verkauf deutscher Immobilien

Erst danach können Erträge an die Anleger ausgeschüttet werden. Dadurch kommt bei Privatanlegern weniger an. Zum Ausgleich dafür erhalten sie die Ausschüttungen im Depot künftig teilweise steuerfrei. Diese sogenannten Teilfreistellungen gibt es für Privatanleger auch bei Gewinnen aus Verkäufen von Fondsanteilen. Allerdings wirken Verluste dadurch auch weniger steuermindernd als nach derzeitigem Recht.

Die Höhe dieser Teilfreistellungen ist unterschiedlich. Sie richtet sich nach der Fondsgattung.

  • Bei Aktienfonds beträgt die Teilfreistellung grundsätzlich 30 Prozent
  • Bei Offenen Immobilienfonds mit Anlageschwerpunkt in Deutschland sind es 60 Prozent, bei Offenen Immobilienfonds mit internationalem Anlageschwerpunkt sogar 80 Prozent
  • Bei Mischfonds mit einem dauerhaften Aktienanteil von mindestens 25 Prozent sind Teilfreistellungen von 15 Prozent vorgesehen

Beispiel: Der Anleger erhält eine Ausschüttung von 100 Euro aus einem Aktienfonds. Auf die Dividenden hat sein Fonds vorab bereits Steuern gezahlt. Deshalb versteuert der Anleger nur 70 Euro (30 Prozent Teilfreistellung).

Veränderungen kommen auch auf Anleger zu, die Fondsanteile halten, die bereits vor 2009 erworben wurden. Bislang waren Verkaufsgewinne aus diesen Anteilen komplett steuerfrei. Doch dieser Bestandsschutz für Altanteile wird ab 2018 eingeschränkt: Auch Gewinne aus Altanteilen sind ab 2018 bei Verkauf steuerpflichtig; allerdings gilt dies nur für die Wertentwicklung ab 2018. Anleger können jedoch in ihrer Steuererklärung einen Freibetrag von 100.000 Euro pro Person für diese Gewinne geltend machen. Das bedeutet, dass sich für viele Anleger im Ergebnis kaum etwas ändert.

Soll ich meine Altanteile deshalb 2017 noch verkaufen?
Nein. Dadurch würden Sie für Ihre Altanteile den Anspruch auf den Freibetrag verlieren.

Was passiert mit Kursgewinnen, die ich mit meinen Altanteilen bis 31.12.2017 erziele?
Diese Kursgewinne sind immer steuerfrei, egal wann Sie Ihre Altanteile verkaufen. Die bis zum 31.12.2017 erzielten Kursgewinne reduzieren Ihren Freibetrag nicht.

Mehr zu den ab 2018 gültigen Steuerregeln erfahren Sie hier Anschreiben wegen Änderung der Anlagebedingungen von Fonds
Rund ums Geld

15 Cent für eine Kugel Eis

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Sommer 1985: Wer damals an einer Eisdiele in Deutschland eine Kugel Vanilleeis bestellte, musste dafür 30 Pfennig, also circa 15 Cent bezahlen.

Sommer 2017: Heute kostet die Kugel Eis häufig um 1,20 Euro. Das Beispiel zeigt, dass sich der Preis für die erfrischende Süßspeise von Jahr zu Jahr erhöht hat. In den letzten 32 Jahren legte der Eispreis insgesamt um 700 Prozent zu. 

Grund dafür ist die Inflation, oder zu Deutsch der Geldwertverfall. Diese wird etwa dadurch ausgelöst, dass die Rohstoffpreise am Weltmarkt steigen oder dass die Zentralbanken mehr Geld in Umlauf bringen. In der Folge werden viele Waren immer teurer und der Geldwert schmilzt – wie eine Kugel Eis in der Sonne. Lange halfen neben steigenden Löhnen auch die Zinsen, die man auf dem Sparbuch oder Tagesgeldkonto bekam. Damit konnte man die steigenden Preise ausgleichen.

Doch seit einigen Jahren liegen die Zinsen auf niedrigem Niveau. Darunter leiden insbesondere Sparer, die traditionell mit dem Sparbuch Geld auf die hohe Kante legen. Denn die mageren Zinsen, die es darauf heute noch gibt, sind allemal niedriger als die derzeitige Inflation von rund zwei Prozent. Somit schrumpfen die eigenen Ersparnisse Jahr für Jahr.

Was lässt sich dagegen tun? Eine Alternative sind neue zeitgemäße Formen des Sparens wie etwa mit Investmentfonds. Statt wie beim Sparbuch ausschließlich auf Zinsgewinne zu setzen, nutzen Fonds die vielfältigen Ertragschancen der Kapitalmärkte. Den Fondsmanagern von Union Investment steht ein breites Anlagespektrum zur Verfügung. Sie investieren beispielsweise in Aktien, Anleihen oder Immobilien. Die breite Streuung unterschiedlicher Wertpapiere hilft, die Risiken fallender Börsenkurse abzufedern. Wenn Anleger über einen Sparplan regelmäßig in Fonds investieren, profitieren sie außerdem von dem Durchschnittskosteneffekt. Das bedeutet: In niedrigen Börsenzeiten werden entsprechend mehr Anteile gekauft, während bei hohen Kursen weniger Anteile erworben werden. Union Investment, der Fondsspezialist der Volksbanken und Raiffeisenbanken, bietet schon ab 25 Euro monatlich einen Fondssparplan an. Näheres dazu erfahren Sie in der Volksbank oder Raiffeisenbank in Ihrer Nähe.

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Service

Schnell zum passenden Fonds

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Welcher Fonds kommt für meine Geldanlage infrage? Je nach den eigenen Bedürfnissen und Zielen fällt die Antwort auf diese Frage ganz unterschiedlich aus. Um diese vielfältigen Ansprüche zu bedienen, ist das Fondsangebot von Union Investment breit gefächert. Orientierung bei der Wahl der geeigneten Geldanlage verschaffen wir Ihnen mit den Angeboten unseres Internetauftritts.

So können Sie mit der Fondssuche unsere Anlagelösungen nach unterschiedlichen Kriterien filtern – beispielsweise Ihrer Risikobereitschaft, dem Anlagezeitraum oder auch der Bewertung durch unabhängige Experten. Das Ergebnis zeigt dann entsprechende Fonds mit wichtigen Eckdaten wie die Wertentwicklung und die Fondskategorie. Mit Klick auf das jeweilige Produkt gelangen Sie zum Fondsporträt, das umfassende Informationen bietet.

Beispiel UniAusschüttung: Ziel des Mischfonds ist es, in jedem Quartal attraktive Erträge an die Anleger auszuschütten. Im Fondsporträt können Sie nachvollziehen, wie hoch die Ausschüttungen seit Auflegung ausgefallen sind. Zudem gibt es ausführliche Informationen darüber, mit welchen Strategien das Geld der Anleger investiert wird. Auch die Verteilung des Fondsvermögens auf unterschiedliche Wertpapiere und Regionen wird ersichtlich.

Sie haben einen Fonds entdeckt, der für Ihre Geldanlage infrage kommt? Ihr Berater vor Ort unterstützt Sie gerne dabei, die Chancen und Risiken dieser Anlagemöglichkeit mit Ihnen zu besprechen.

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Rund ums Geld

Sparen unter Paaren: So geht´s besser

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Sie ziehen mit Ihrem Partner zusammen und führen von nun an einen gemeinsamen Haushalt. Bei unterschiedlichen Gewohnheiten kann das Thema Finanzen allerdings sehr bald zu einer Herausforderung werden. Zum Streit muss es deshalb aber nicht kommen, im Gegenteil: Gemeinsam lassen sich Sparziele oft schneller erreichen. Das gelingt in diesen sechs Schritten:

1. Bestandsaufnahme: Ein Gespräch über die finanzielle Situation schafft Klarheit. Machen Sie sich bewusst, wie viel Geld Ihnen monatlich zur Verfügung steht und welche laufenden Ausgaben anfallen. Ein Haushaltsbuch wird dabei helfen.

2. Gemeinsame Sparziele ermitteln: Der eine denkt ans Eigenheim, die andere will lieber für die Weltreise sparen. Es gilt festzulegen, welche gemeinsamen Ziele Sie bis wann erreichen wollen. Auf dieser Grundlage ermitteln Sie, wie viel Geld Sie monatlich zurücklegen müssen, um Ihre Träume zu erreichen.

3. Sparmöglichkeiten erkennen: An welchen Ecken lässt sich sparen, damit die gemeinsamen Ziele in Erfüllung gehen? Um den monatlichen Geldbetrag beiseitelegen zu können, müssen Sie vielleicht an anderer Stelle kürzertreten. Nur zusammen lässt sich feststellen, was Ihnen wichtig ist und worauf Sie verzichten können. Auch ist es hilfreich, bestehende Verträge und Versicherungen unter die Lupe zu nehmen. Oftmals können Sie den Partner mitversichern oder einen günstigeren Familientarif wählen.

4. Geeignete Anlageformen wählen: Die Verbraucherzentrale empfiehlt, angesichts schneller Veränderungen an den Kapitalmärkten auf verschiedene Anlageklassen zu setzen. Fonds von Union Investment bieten diese Möglichkeit. Und mit Fondssparplänen können Sie Ihre Sparziele auch Stück für Stück erreichen.

5. Vorsorgen: Sie sollten daran denken, was mit Ihrem gemeinsamen Besitz und den Geldanlagen passieren soll, falls es zu einer Trennung kommt oder einer der Partner stirbt. Wichtig ist außerdem, an die Altersvorsorge zu denken. Union Investment bietet für das Thema Altersvorsorge geeignete Lösungen an.

6. Mit der Zeit gehen: Eine regelmäßige Überprüfung der Anlagestrategie ist wichtig: Ist sie noch zeitgemäß und passt sie zu Ihren aktuellen gemeinsamen Bedürfnissen? Ihr Bankberater steht Ihnen hierbei gerne zur Seite.

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