Marktrückblick und -ausblick

Marktticker

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Marktrückblick und -ausblick 19. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die US-Verbraucherpreise sind im April mit 0,3 Prozent weiter angestiegen. Die Teuerung war aber geringer als noch im März, der mit plus 1,2 Prozent deutlich höher ausfiel. Im Wesentlichen zeigte sich der Rückgang der Energiekomponente hierfür verantwortlich. Im Vergleich zum Vorjahr legten die Preise im April um 8,3 Prozent zu und lagen damit leicht über den Er-wartungen der Analysten. Die Stimmung an den Aktienbörsen war in der Berichtswoche alles andere als erfreulich, die Indizes tendierten ins Minus. Vor allem Aktientitel mit hohen Wachs-tumsperspektiven, wie etwa die im US-Nasdaq-Index abgebildeten Papiere, gaben deutlich nach. Die restriktivere Zins- und Geldpolitik der Zentralbanken, der Krieg in der Ukraine und die Lockdowns in China verbunden mit einer Eintrübung des Wachstumsausblicks bilden derzeit eine ungünstige Gemengelage und heizen sowohl Inflations- als auch Rezessionsängste weiter an. Die Staatsanleihemärkte in den USA sowie im Euroraum setzten hingegen nach sehr schwachen Vorwochen zu einer Gegenbewegung an und erzielten Kursgewinne.
13.05.2022 | 18 KB | HTML

Marktrückblick und -ausblick 18. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, wie am Markt allgemein erwartet hat die US-Notenbank Fed am Mittwochabend nach Abschluss ihrer zweitägigen Sitzung die Fed Funds Rate um 0,5 Prozent angehoben. Das Zielband liegt nun bei 0,75 bis 1,0 Prozent. Gleichzeitig wurde der baldige Beginn des Bilanzabbaus angekündigt. Die Märkte reagierten zunächst überaus positiv auf die Nachrichten der Zentralbank. Eine wohl nicht unerhebliche Zahl an Marktteilnehmern hatte im Vorfeld wohl schlimmeres befürchtet und dabei größere Zinserhöhungsschritte um 0,75 Prozent nicht ausgeschlossen. Dies dürfte nach den erfolgten Erklärungen aber nunmehr vom Tisch sein. Sowohl an den Renten als auch den Aktienmärkten kam es zunächst zu einer positiven Kursreaktion, die jedoch nicht lange anhielt. Belastungsfaktoren wie die Inflationsentwicklung und zunehmende Sorgen hinsichtlich einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums behielten in der Berichtswoche an den Märkten die Oberhand. Sowohl die Aktien- als auch die Rentenmärkte verzeichneten aufgrund der geringen Risikobereitschaft der Anleger Verluste.
06.05.2022 | 21 KB | HTML

Marktrückblick und -ausblick 17. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Unsicherheitsfaktoren rund um den Ukraine-Krieg halten an und begleiteten die Marktteilnehmer auch in dieser Woche. Immer mehr Länder sind zu umfangreichen Waffenlieferungen an die Ukraine bereit, nun auch Deutschland. In diesem Zusammenhang nimmt jedoch die Befürchtung zu, Russland könnte die Lieferung von Rohöl und Erdgas reduzieren oder gar gänzlich einstellen. Am Mittwoch setzte die Regierung in Moskau hierzu ein Ausrufezeichen, als der russische Staatskonzern Gazprom die Lieferung von Erdgas an Polen und Bulgarien komplett einstellte. Beide Länder hatten sich geweigert, die Rechnung – wie vom Kreml gefordert – zukünftig in Rubel zu begleichen. Unmittelbar nach Bekanntgabe stieg der europäische Erdgaspreis daraufhin um 20 Prozent an. Sowohl Polen als auch Bulgarien wollten Ende des Jahres ohnehin unabhängig von Lieferungen aus Russland werden. Polen wird dazu im Herbst eine neue Pipeline nach Norwegen in Betrieb nehmen, Bulgarien wird zukünftig verstärkt aus Griechenland beliefert. Bis zum Handelsschluss beruhigte sich die Lage wieder und Erdgas ging lediglich mit einem Plus von vier Prozent aus dem Handel. Großabnehmer wie Deutschland werden noch Jahre brauchen, bis man auf Gaslieferungen aus Russland verzichten kann. Dies sei wohl frühestens 2024 möglich. In Österreich könnte es sogar bis 2027 dauern. Beide Länder bezahlen aber weiterhin in Euro an die Gazprombank, die dann die Zahlungen in Rubel konvertiert. So fand sich eine gesichtswahrende Lösung für beide Parteien.
29.04.2022 | 18 KB | HTML

Marktrückblick und -ausblick 16. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, auch in dieser kurzen Handelswoche wurden die massiven ökonomischen Folgen des Krieges in der Ukraine einmal mehr bestätigt. So senkte der Internationale Währungsfonds (IWF) unter anderem deswegen seine Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft deutlich. Diese wird laut dem Institut in diesem Jahr um 3,6 Prozent zulegen. Im Jahr 2021 war ein Zuwachs von 6,1 Prozent zu verzeichnen. Mit dieser neuen Wachstumsprognose hat der IWF seine Schätzungen für das Jahr 2022 deutlich, um 0,8 Punkte, gesenkt.
22.04.2022 | 19 KB | HTML

Marktrückblick und -ausblick 15. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die US-Inflation ist im März um 8,5 Prozent angestiegen. Dies war letztlich alles andere als überraschend, aber etwas mehr als von den Analysten erwartet (Bloomberg-Konsens 8,4 Prozent). Damit dürfte sich die US-Notenbank in ihrer restriktiven Geldpolitik bestätigt sehen. An den Staatsanleihemärkten, vor allem in den USA, kam es in der um den Karfreitag verkürzten Handelswoche zu einer Konsolidierung. Der ansteigende Renditetrend setzte sich, zumindest in den USA, nicht weiter fort. Die Aktienmärkte verzeichneten in der verkürzten Handelswoche überwiegend leicht rückläufige Notierungen. Die Inflationsentwicklung belastete, zudem drückte die Lage in der Ukraine auf die Stimmung. In der Berichtswoche nahm zudem die Bilanzbe-richtssaison zum 1. Quartal an Fahrt auf. Die Europäische Zentralbank hielt am Donnerstag auf ihrer Sitzung am bislang skizzierten Weg zur Normalisierung ihrer Geldpolitik fest. Wie erwartet blieben die maßgeblichen Zinssätze unverändert. Die Juni-Sitzung mit den dann neuen wirtschaftlichen Projektionen wird dann entscheidend sein.
14.04.2022 | 18 KB | HTML