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31.08.2026
Die lockere Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve schwächt das Vertrauen von Anlegerinnen und Anlegern in die Vereinigten Staaten weiter. Auf der Suche nach Alternativen könnte Gold ins Blickfeld geraten.
Gerade hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) Vertreterinnen und Vertreter von Zentralbanken aus aller Welt zum jährlichen Treffen nach Jackson Hole eingeladen. Erstmals ist Kevin Warsh als Fed-Chef dabei. Er steht tendenziell für eine lockerere Geldpolitik, als sie fundamental gerechtfertigt wäre. Anders als der Markt erwarten wir daher keine Zinserhöhung durch die US-Notenbank, obwohl sich die Inflation in den USA bislang hartnäckig oberhalb der Zielgröße von zwei Prozent hält. Das wiederum dürfte im Zusammenspiel mit strukturellen Faktoren bedeuten, dass die Teuerung länger erhöht bleiben könnte.
Die Aushöhlung der Fed ist nur ein Grund für das schwindende Vertrauen der Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer in die Vereinigten Staaten und ihre Institutionen. Die rasch weiter steigende Verschuldung sowie die erratische Handelspolitik des Weißen Hauses tragen das Ihre dazu bei. Die hohen Schulden haben bereits den US-Dollar gegenüber dem Euro belastet und zuletzt die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen nach oben getrieben. Die Investorinnen und Investoren verlangen eine höhere Risikoprämie, wenn sie den USA Geld leihen, und suchen verstärkt nach Anlagealternativen.
Davon profitiert auch Gold als knappes Gut. Die Nachfrage ist groß – nicht zuletzt bei vielen Notenbanken. Trotz des hohen Preisniveaus scheint das Edelmetall aktuell wieder etwas fairer bewertet zu sein. Als Instrument zur Risikostreuung dürfte Gold ebenfalls gefragt bleiben, was den Preis weiter stützen sollte.
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