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August
Monatliche Information zu den Kapitalmärkten für den Handelsmonat August 2024
Im August mangelt es oft an Impulsen, zudem sind viele Marktteilnehmer im Urlaub. Daher ist es in diesen Handelswochen eher ruhig und es herrscht eine gewisse sommerliche Lethargie. Diesmal ging es jedoch wesentlich turbulenter daher. Eilten die großen Leitzindizes noch Mitte Juli von Allzeithoch zu Allzeithoch, drehte Anfang August plötzlich die Stimmung. Innerhalb weniger Handelstage büßten einige Börsen prozentual zweistellige Kursverluste ein. In Japan etwa musste der Leitzindex Topix den größten Tagesverlust seit 2016 hinnehmen. Die Einbußen fielen also sogar noch größer aus als während des Kursrutsches nach dem Ausbruch von Corona. Allerdings beruhigte sich das Geschehen schon kurze Zeit später, die Märkte setzten zu einer ausgeprägten Erholung an. Die Gründe für den Kursverfall waren eine Kombination aus gleich mehreren Faktoren.
Ernüchterung im Tech-Sektor, Carry-Trades und Konjunktursorgen belasteten
Zunächst ist einmal die Korrektur im Technologiesektor zu nennen. Diese hatte bereits einige Wochen zuvor begonnen und darf als durchaus gesunde Entwicklung bezeichnet werden. Investoren nahmen Gewinne mit und reduzierten Risiken in ihren Portfolios. Fundamentale Gründe für den Abverkauf gab es nicht. Die Unternehmensergebnisse für das zweite Quartal waren zwar nicht berauschend, die Ausblicke der Firmen jedoch durchaus positiv. Am Markt hat sich jedoch eine gewisse Ernüchterung breit gemacht, da sich die Frage der Monetarisierung in den Vordergrund drängt: Wann zahlen sich die hohen Investitionen in das Thema KI aus?
Hinzu kam, dass die Bank of Japan (BoJ) die Leitzinsen auf 0,25 Prozent erhöht hatte. Das kam nicht überraschend, denn die Notenbank hatte schon vor einiger Zeit die geldpolitische Normalisierung eingeläutet. Doch die steigenden Zinsen führten zu einer Aufwertung des Japanischen Yen. Dessen Stärke wiederum belastet die Kurse japanischer Aktien, da viele der global agierenden japanischen Unternehmen des Landes ihre Gewinne im Ausland in Fremdwährungen erzielen. Wichtig in diesem Zusammenhang war jedoch die Auflösung beliebter Geschäfte im Zusammenhang mit einem schwachen Yen und einer extrem lockeren Geldpolitik. Die Kombination dieser beiden Faktoren ermöglichte es, billige Kredite in Yen aufzunehmen, die Erlöse in US-Dollar zu konvertieren und anderweitig gewinnbringend zu investieren. Dieser Art von Geschäften (Carry Trade) brachte bis dato weit mehr ein, als der Schuldendienst kostete. Da aber die japanischen Zinssätze stiegen und die amerikanischen perspektivisch sinken werden, hat dieses Geschäft an Attraktivität verloren. Noch schwerwiegender ist, dass die rasche Aufwertung des Yen die Kosten für die Rückzahlung der Schulden in Dollar in die Höhe und das Geschäft in die roten Zahlen trieb. Das wird viele Anleger dazu gezwungen haben, ihre Positionen zu schließen und möglicherweise auch andere Vermögenswerte zu verkaufen.
Schlussendlich fiel der US-Arbeitsmarktbericht zu Monatsbeginn unerwartet schwach aus und löste Rezessionsängste unter den Marktakteuren aus.
Wirtschaftswachstum in den USA bleibt positiv
Hinsichtlich der Konjunkturdaten hat sich in den vergangenen Wochen nur wenig geändert. Das Wirtschaftswachstum in den USA bleibt positiv, schwächt sich aber etwas ab. Eine Rezession erwarten wir trotz Anzeichen einer leichten Abkühlung nicht. Wir halten daher an unseren Wachstumsprognosen fest. Im zweiten Quartal hat die US-Wirtschaft dem Bureau of Economic Analysis des Handelsministeriums zufolge annualisiert um 3,0 Prozent zugelegt. Treibender Faktor dieser Entwicklung waren einmal mehr die US-Verbraucher. Im laufenden Jahr gehen wir unverändert von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,6 Prozent aus, für 2025 erwarten wir nun einen Zuwachs von 1,8 Prozent. Anfang August sorgte der US-Arbeitsmarktbericht für Enttäuschung an den Märkten. Er wies einen überraschend schwachen Stellenaufbau aus. Zudem stieg die Arbeitslosenquote aufgrund vieler neuer in den Arbeitsmarkt eingetretener Personen unerwartet an. Der ISM-Index für den Industriesektor war zwar im Juli überraschend deutlich von 48,5 auf 46,8 Punkte gesunken. Der ISM-Dienstleistungs-Index zog hingegen spürbar um 2,6 auf 51,4 Punkte an. Positiv überrascht haben zuletzt auch das Konsumentenvertrauen und die Einzelhandelsumsätze. All dies nahm die Rezessionsängste wieder aus dem Markt.
Euroraum: Durststrecke in der Industrie noch nicht vorbei
Im Euroraum stieg das BIP im zweiten Quartal mit 0,3 Prozent etwas stärker als von uns erwartet an. Als positive Treiber erwiesen sich Spanien, Frankreich und Italien, während das Wachstum in Deutschland negativ ausfiel. Doch konnten sich die Auftragseingänge in Deutschland im Juni erholen. Sie stiegen gegenüber Mai um 3,9 Prozent an, sind im Jahresvergleich aber mit minus 11,8 Prozent noch deutlich negativ. Wir sehen aber eine erste Stabilisierung. Allerdings ist die Durststrecke in der Industrie noch nicht vorbei, auch wenn der Ausblick grundsätzlich besser wird. Das BIP-Wachstum im Euroraum schätzen wir für 2024 auf 0,7 Prozent und auf 1,2 Prozent für 2025. Wir erwarten im zweiten Halbjahr eine leichte Wachstumsbeschleunigung, vor allem in den Euro-Kernländern.
Anfang August haben die globalen Aktienmärkte gezeigt, wie schnell die Stimmung drehen kann. Zu den oben bereits genannten Gründen kommt hinzu, dass die Kursbewegung durch systematische Marktteilnehmer verstärkt wurde, da deren Programme automatische Verkäufe generierten. Doch schon bald beruhigte sich die Lage wieder, was in erster Linie auf deutlich bessere US-Konjunkturdaten zurückzuführen war. Auch trugen die ordentlichen Quartalsergebnisse und die Erkenntnis, dass der Höhenflug der US-Leitzinsen bald Geschichte sein wird, zur Stabilisierung der Märkte bei. Mit der Bereinigung der Carry-Trades gesellte sich ein weiterer Baustein zur Beruhigung der Lage hinzu. Zumal auch viele Anlagemittel aus dem Technologiesektor in den breiten Aktienmarkt umgeschichtet wurden.
Der plötzliche Einbruch der großen Indizes war schon beachtlich. So verlor etwa der DAX 40 bis zum 5. August knapp 1.500 Punkte und stoppte die Abwärtsbewegung erst bei knapp 17.000 Punkten. Umso beeindruckender zeigte sich die anschließenden Erholungsbewegung. Ohne Unterbrechung stieg der führende deutsche Leitindex bis Ende August an, holte dabei zunächst die Verluste auf und erzielte am 30. August mit 18.970 Punkten einen historischen Höchststand. Der Zugewinn gegenüber Ende Juli betrug rund 2,2 Prozent. In den USA konnte der marktbreite S&P 500-Index ebenfalls 2,3 Prozent hinzugewinnen. Zwischenzeitlich waren dort Verluste in Höhe von mehr als vier Prozent angefallen. Insgesamt wiesen weltweit alle großen Aktienindizes im August weitgehend das gleiche Handelsmuster auf. Einem schnellen Abstieg folgte bis Berichtsmonatsende die deutliche Erholungsbewegung. Lediglich der japanische Nikkei 225-Index ging mit einem Verlust in Höhe von rund 1,8 Prozent negativ aus dem Handelsmonat. Neben dem DAX 40 erzielte auch der Dow Jones Industrial Average Ende August mit 41.585 Punkten ein Allzeithoch. Aus globaler Sicht erzielte der MSCI World-Index ein Plus von rund 1,7 Prozent.
NVIDIA im Blickpunkt
Im Blickpunkt stand gegen Ende August zudem die Präsentation der Quartalsergebnisse des US-Halbleiterkonzerns NVIDIA. Entsprechend hoch war die Nervosität am Markt. Es wurde befürchtet, dass der gesamte Markt stark fallen könnte, sollten die Zahlen enttäuschen. Schließlich ist NVIDIA in Bezug auf seine Marktkapitalisierung aktuell das zweitgrößte Unternehmen der Welt. Zudem nimmt der Titel ein Gewicht von etwa sechs Prozent im S&P 500-Index ein. Letztendlich konnte das Unternehmen die Gewinnschätzungen erneut schlagen, doch hatte der Markt offensichtlich noch mehr erwartet. Entsprechend ging der Aktienkurs zunächst um bis zu sieben Prozent zurück. Im Vergleich zu Ende Juli notierte der Aktienkurs jedoch fast unverändert. Diese Marktreaktion spricht dafür, dass die Euphorie rund um NVIDIA und die „Großartigen Sieben“ Tech-Aktien, die im vergangenen Jahr den Großteil der Kursgewinne des S&P 500-Index ausmachten, mittlerweile einer realistischeren Einschätzung gewichen ist. Durch den gestiegenen Realismus hinsichtlich der großen IT-Konzerne hat sich aber auch das Enttäuschungspotenzial verringert - und somit auch die Gefahr größerer Marktverwerfungen.
Branchenrotation im Gange
Im Zusammenhang mit der im September anstehenden Zinssenkung der US-Notenbank Fed ist es nicht verwunderlich, dass am US-Aktienmarkt seit Mitte Juli eine deutliche Branchenrotation stattfindet. Dabei gehört der Tech-Sektor seitdem zu den Underperformern, während sich Branchen, die lange Zeit zu den Schlusslichtern gehört hatten, überdurchschnittlich entwickelt haben. Dies gilt insbesondere für Immobilienwerte, aber auch für den Bereich Grundstoffe sowie für niedrig kapitalisierte Titel aus dem Russell 2000-Index.
Zudem erfolgte bereits seit Mitte 2024 eine Neubewertung des US-Technologiesektors. Nach den starken Kurszuwächsen infolge des Booms um die Künstliche Intelligenz (KI) stellten sich die Investoren verstärkt die Frage, ob sich die hohen Investitionen in die KI-Infrastruktur auch wirklich auszahlen werden. Dies wird am Markt inzwischen erheblich differenzierter gesehen. Insbesondere am 5. August kam es zu einem deutlichen Kurseinbruch, der Tech-Aktien stärker traf als den breiten Markt. So ging der MSCI World-Index vom 16. Juli bis 5. August um rund acht Prozent zurück, während die „Magnificent Seven“, die sieben großen Tech-Konzerne, 14,6 Prozent einbüßten. Es fand hier also bereits im Vorfeld der jüngsten NVIDIA-Ergebnisse eine Bereinigung statt.
Aus fundamentaler Sicht bleibt das Bild an den Aktienmärkten intakt. Die Berichtssaison zum zweiten Quartal fiel insgesamt recht positiv aus, brachte aber keine größeren Überraschungen. Die Unternehmen gaben sogar unerwartet positive Ausblicke ab. Insbesondere die Technologie-Firmen betonten erneut, dass sie an ihren hohen Investitionsausgaben festhalten werden. Hier sind die Markterwartungen nach der jüngsten Korrektur nunmehr realistischer als zuvor.
EZB und Fed vor Zinssenkungen
An den Rentenmärkten beschäftigte die Marktteilnehmer in den vergangenen Wochen die Frage, wann und in welchem Umfang die großen Notenbanken Zinssenkungen vornehmen werden. Eine wichtige Informationsquelle zur Bewertung der Lage war dabei auch das Fed-Symposium im amerikanischen Jackson Hole. US-Notenbankchef Jerome Powell hat dort dann auch ein klares Signal für eine Zinssenkung im September gesendet. Die Fed Funds-Rate liegt derzeit (noch) bei 5,25 – 5,50 Prozent. Allerdings hielt sich Powell bedeckt, ob die Fed im September um 25 oder gar 50 Basispunkte senken wird. Für die Zeit nach September blieb aber einiges hinsichtlich der weiteren zinspolitischen Ausrichtung offen. Jedenfalls hat laut Powell die Zuversicht zugenommen, dass sich die US-Inflation nachhaltig auf dem Weg zum Fed-Ziel von zwei Prozent bewegt. Zudem scheint die Fed zunehmend stärker auf die Entwicklung des amerikanischen Arbeitsmarktes zu achten und sich neben der Preisstabilität damit auf ihr zweites Mandat zu konzentrieren. Wir erwarten bis Jahresende 2024 drei Zinssenkungen im Umfang von insgesamt 75 Basispunkten.
Inflation im Euroraum rückläufig
Sorgen um das US-Wachstum drängten das Thema Inflation an den Märkten zuletzt etwas in den Hintergrund. Die Ende des Monats veröffentlichten August-Preisdaten für den Euroraum gaben Entwarnung auf der Inflationsseite. Mit plus 2,2 Prozent (im Juli noch bei 2,6 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel die Teuerung auf ein Dreijahrestief und nähert sich damit der von der EZB gesteckten „Zielmarke“ von 2,0 Prozent deutlich an. Die Kerninflation fiel hingegen nur leicht von 2,9 auf 2,8 Prozent, was im Wesentlichen dem Anstieg der Dienstleistungskomponente (von 4,0 auf 4,2 Prozent) geschuldet war.Bei den Daten für Deutschland war im August ein Rückgang der Preissteigerung auf 1,9 Prozent zu verzeichnen und erreichte damit den geringsten Zuwachs seit 2021. Im Juli erhöhte sich die inländische Teuerung im Jahresvergleich noch um 2,3 Prozent. Im Euroraum gehen wir unverändert von weiteren Zinssenkungen der EZB im September und Dezember dieses Jahres von jeweils 25 Basispunkten aus.
Kurzläufer präferiert, Zinskurven etwas steiler
Auch an den Anleihemärkten war die Entwicklung im August von hoher Volatilität geprägt. Zunächst fungierten die Kern-Staatsanleihen im Rahmen der deutlichen Abwärtsbewegung an den Aktienbörsen als sicherer Anlagehafen. So fielen die Renditen deutscher Bundesanleihen und US-Schatzanweisungen im richtungsweisenden Zehnjahresbereich zunächst von 2,3 bzw. 3,98 Prozent per Ende Juli bis auf 2,07 bzw. 3,67 Prozent. Mit der dann im weiteren Monatsverlauf zu beobachtenden Erholung auf der Aktienseite kamen die Anleihekurse wieder etwas zurück und die Renditen stiegen wieder an. Zehnjährige Bundesanleihen schlossen dann im Monatsvergleich nahezu unverändert. Auf der deutschen Zinskurve konnten in erster Linie die kurzen Laufzeiten bis einschließlich fünf Jahre nennenswerte Renditerückgänge verbuchen. Langläufer wiesen hingegen einen leichten Renditeanstieg auf. Die Zinskurve tendierte damit etwas steiler, blieb im Bereich zwei/zehn Jahre Laufzeit aber immer noch invers. In den anderen Euro-Staatsanleihemärkten waren geringe Renditebewegungen zu beobachten. Insgesamt ergab sich daraus auf Indexebene für Staatsanleihen aus dem Euroraum (iBoxx Euro Sovereigns-Index) im August ein leichtes Plus in Höhe von knapp 0,4 Prozent.
Am US-Staatsanleihemarkt hat sich im Berichtsmonat die Treasury-Zinskurve nach unten verschoben. Dort waren im kurzen Laufzeitbereich von (ein bis fünf Jahre) mit bis zu 34 Basispunkten die deutlichsten Renditerückgänge zu beobachten. Auch diese Zinskurve tendierte damit etwas steiler. Zwei- und Zehnjahrespapiere bewegten sich auf dem gleichen Renditeniveau, diese Laufzeitbereiche waren somit nicht mehr invers. Der gesamte US-Staatsanleihemarkt gewann in US-Dollar gerechnet knapp 1,3 Prozent hinzu.
US-Dollar wertet zum Euro deutlich ab
Der US-Dollar tendierte im Berichtsmonat schwächer. Haupttreiber waren in erster Linie die Zinssenkungserwartungen des Marktes, der mittlerweile umfangreich anstehende Schritte der Fed einpreist. Darüber hinaus dürfte das Gros der Marktteilnehmer in jüngster Vergangenheit bereits „Dollar-Long“ positioniert gewesen sein (Stichwort Trump-Trades). Da sich das Wachstum der US-Wirtschaft allerdings verlangsamt, führte die eingetretene Reduktion von US-Aktienpositionen, insbesondere der Tech-Werte, und das Auflösen von Carry-Trades auf der Währungsseite (besonders „Short Yen / Long USD“) zu erheblichen Verkäufen der US-Währung. Die Positionierung der Marktteilnehmer hat sich daher von „US-Dollar Long“ zu „Short“ verschoben.
Der Euro stieg zum US-Dollar durch die Dollarabwertung im August auf das höchste Niveau seit über einem Jahr. Die Kursbewegung führte von 1,08 auf 1,12 US-Dollar, die je Euro aufgewendet werden mussten. Zum Monatsende setzte dann aber eine Reaktion auf den vorhergehenden Anstieg ein, der Euro fiel auf rund 1,10 US-Dollar (je Euro) zurück.
Wir halten die Wachstumssorgen, die jüngst für deutliche Marktreaktionen sorgten, für überzogen und rechnen nicht mit einer Rezession in den USA. Jedoch gehen wir von einer Wachstumsverlangsamung aus. Zudem fielen die jüngsten Inflationszahlen positiv aus, der Preisdruck hat also nachgelassen. Aber: Die Teuerung in den USA – der weltweit wichtigsten Volkswirtschaft – hat unserer Einschätzung nach ihrem zyklischen Tiefpunkt erreicht, dürfte also nicht weiter sinken. Hinzu kommt, dass die Erwartungen der Marktteilnehmer an Leitzinssenkungen der wichtigsten Notenbanken unserer Auffassung nach zu hoch sein dürften. Damit verschlechtert sich zukünftig der Wachstums-Inflations-Mix. Zudem bleibt die geopolitische Lage unsicher, sowohl im Nahen Osten als auch im Ukraine-Krieg. In Summe schätzen wir das Marktumfeld damit zwar insgesamt als konstruktiv ein, die nächsten Monate sollten aber schwieriger werden. In der kurzen Frist sprechen diese Faktoren gegen eine zu offensive Positionierung. Mit Blick auf die einzelnen Anlageklassen sind wir am Rentenmarkt gegenüber Investment Grade-Unternehmensanleihen weiter positiv eingestellt. Bei Staatsanleihen aus dem Euroraum rechnen wir nach dem Renditerückgang der letzten Wochen nicht mehr mit einer Fortsetzung dieses Trends und gehen eher von leicht steigenden Renditen aus. Auf der Aktienseite nehmen wir für den Moment eine neutrale Haltung ein, auch wenn sich das Umfeld langsam wieder aufhellt. Die jüngsten Marktverwerfungen sorgten für eine gesunde Korrektur, sodass Kursübertreibungen wieder ausgepreist wurden. Die jüngsten Quartalsberichte fielen besser als erwartet aus und die meisten Unternehmen gaben positive Ausblicke ab.
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