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Startseite Blog Finanz-Check 2026: Was wird teurer, was günstiger?
Mehr Rente und weniger Steuern, aber auch höhere Preise: 2026 bringt Vor- und Nachteile. Die wichtigsten Fakten im Überblick.
Dienstag, 24.02.2026
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Das Jahr 2026 bringt zahlreiche Änderungen mit sich, die direkten Einfluss auf Ihre finanzielle Situation haben dürften. Es gibt Erfreuliches wie etwa Steuererleichterungen, aber auch einige neue Belastungen, auf die man sich gefasst machen sollte. Wir haben für Sie eine Auswahl der wichtigsten Neuerungen zusammengestellt und nach „guten“ und „weniger erfreulichen“ Nachrichten sortiert.*
Zunächst die guten Nachrichten. Das könnte 2026 mehr Geld für Ihr Portemonnaie bedeuten.
Seit Januar 2026 können Rentner, die die Regelaltersgrenze erreicht haben, bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen. Die neue Aktivrente soll Anreize schaffen, länger im Berufsleben zu bleiben und gleichzeitig dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Diese Regelung gilt allerdings nicht für alle Berufstätigen, so etwa nicht für Selbstständige, Beamte und Minijobber. Für alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten kann die Aktivrente jedoch ein wichtiger Baustein sein, die ihre private Altersvorsorge durch eine längere Berufstätigkeit stärken möchten.1
Seit dem 1. Januar 2026 ist Bulgarien das 21. Mitglied der Eurozone. Auch Anleger können davon profitieren, dass der bulgarische Lew durch den Euro ersetzt wurde. Dadurch gibt es zum Beispiel kein Währungsrisiko bei Investitionen in Bulgarien und vereinfacht grenzüberschreitende Geschäfte.2
Gute Nachrichten für Deutschlands 21 Millionen Rentner: Die gesetzliche Rente steigt zum 1. Juli 2026 voraussichtlich um 3,73 Prozent. Eine Bruttorente von 1.400 Euro würde sich auf rund 1.452 Euro erhöhen – ein Plus von etwa 40 bis 45 Euro netto. Da nur 2,1 Prozent Inflation erwartet werden, können Rentner mit einem echten Kaufkraftplus rechnen. Die endgültige Rentenhöhe wird im Frühjahr 2026 festgelegt.3
Der steuerliche Grundfreibetrag für das Jahreseinkommen erhöht sich um 252 Euro auf 12.348 Euro (bei Ehepartnern auf 24.696 Euro). Wer beispielsweise ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 15.000 Euro hat, muss nur auf 2.652 Euro Einkommenssteuer zahlen. Damit bleibt mehr vom Einkommen steuerfrei. Vor allem Geringverdiener und Berufseinsteiger werden dadurch entlastet.4
Familien profitieren gleich doppelt: Das Kindergeld steigt um vier Euro auf 259 Euro monatlich. Außerdem erhöht sich der jährliche Kinderfreibetrag pro Kind um 156 Euro auf 6.828 Euro für beide Eltern zusammen. Bei der Steuererklärung prüft das Finanzamt automatisch, was für die Eltern günstiger ist und gewährt entweder das Kindergeld oder den steuerlichen Vorteil des Kinderfreibetrags. Die Erhöhung beider Optionen bedeutet in jeden Fall mehr verfügbares Einkommen, das auch für den Vermögensaufbau genutzt werden kann.4
Die Umsatzsteuer für Speisen in Restaurants wird dauerhaft von 19 Prozent auf sieben Prozent reduziert. Diese Änderung gilt nicht für Getränke und betrifft Restaurants, Bäckereien, Metzgereien, den Lebensmitteleinzelhandel sowie Catering und Verpflegung in Kitas, Schulen und Krankenhäusern.4 Ob die Gastronomie diese Ersparnis an die Verbraucher weitergibt, bleibt allerdings abzuwarten.
Seit dem 1. Januar 2026 gilt ein höherer gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Stunde – ein Anstieg um 8,42 Prozent von zuvor 12,82 Euro. Von dieser Erhöhung profitieren bis zu 6,6 Millionen Beschäftigte deutschlandweit. Vollzeitbeschäftigte mit einer 40-Stunden-Woche erhalten dadurch rund 190 Euro brutto mehr im Monat.5
Die Verdienstgrenze für Minijobs erhöht sich von 556 auf 603 Euro monatlich. Parallel dazu steigt auch die untere Grenze des Übergangsbereichs („Midijob“) entsprechend an. Statt bei 556,01 Euro beginnt dieser nun bei 603,01 Euro und reicht bis 2.000 Euro, bevor das Einkommen voll versicherungspflichtig ist. Für viele Arbeitnehmer bedeutet das mehr Netto ohne zusätzliche Sozialabgaben.6
Zum 1. Januar 2026 wurde auch die Entfernungspauschale einheitlich auf 38 Cent ab dem ersten gefahrenen Kilometer verkehrsmittelunabhängig erhöht. Bisher galt dieser Satz erst ab dem 21. Kilometer. Wer weite Wege zur Arbeit hat, wird dadurch spürbar entlastet. Außerdem wurde zum 1. Januar die zeitliche Befristung für die Mobilitätsprämie aufgehoben. Damit erhalten Steuerpflichtige mit geringeren Einkünften weiterhin vom Finanzamt ab dem 21. Kilometer eine Mobilitätsprämie von 14 Prozent auf ihre Fahrtkosten.4
Gute Nachrichten bei den Energiekosten: Die Stromnetzentgelte sinken bundesweit um etwa zwei Cent pro Kilowattstunde (kWh). Dadurch sparen Haushalte bei einem Jahresverbrauch von 3.000 kWh ‒ was je nach Wohnsituation und Ausstattung ungefähr dem Bedarf eines 2- bis 3-Personen-Haushalts entspricht ‒ rund 65 Euro.7
Fossile klimaschädliche Brennstoffe werden teurer. Der neue CO₂-Preis bewegt sich 2026 in einem Korridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne. Bisher lag er fest bei 55 Euro. Für Verbraucher bedeutet das im schlimmsten Fall bis zu drei Cent mehr pro Liter Benzin und Diesel sowie 0,22 Cent mehr je Kilowattstunde (kWh) Erdgas. Besonders betroffen sind Pendler und Bewohner schlecht gedämmter Gebäude, die jedoch durch die erhöhte Pendlerpauschale und die abgesenkten Stromnetzentgelte entlastet werden sollten.8
Das beliebte Deutschlandticket, mit dem man bundesweit im gesamten öffentlichen Nahverkehr sowie in Regionalbahnen und ICs fahren kann, kostet seit Jahresbeginn 63 Euro statt 58 Euro monatlich. Für regelmäßige Nutzer sind das 60 Euro Mehrkosten im Jahr. 9
Millionen Versicherte müssen mit höheren Zusatzbeiträgen bei den Krankenkassen rechnen. Die Techniker Krankenkasse beispielsweise erhöht ihren Zusatzbeitrag von 2,45 auf 2,69 Prozent.10
Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung wurden zu Beginn des Jahres turnusmäßig angepasst. Gutverdiener (ab einem monatlichen Bruttoeinkommen von 5.812,50 Euro) zahlen dadurch höhere absolute Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung.11
Die Änderungen 2026 zeigen: Finanzplanung wird immer wichtiger. Während einige Entlastungen mehr Spielraum für den Vermögensaufbau schaffen, sorgen andere Belastungen für Druck auf dem Haushaltsbudget.
Unser Tipp: Nutzen Sie bewusst Entlastungen wie die höheren Freibeträge für Ihre private Altersvorsorge . Gerade bei steigenden Lebenshaltungskosten durch CO₂-Preise und andere Belastungen ist es wichtig, langfristig zu denken sowie vorzusorgen und zu sparen.
Für eine fundierte Beratung zu Ihren individuellen Möglichkeiten sprechen Sie mit einem Berater Ihrer Genossenschaftsbank . Die erfahrenen Experten helfen Ihnen dabei, die neuen Rahmenbedingungen gut für Ihre Geldanlagen zu nutzen – von der Finanzstrategie bis zur passenden Fondsauswahl für Ihre Ziele.
* Stand: Januar 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.
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2 Beiträge
Kranholdt,Helmut 27.02.2026
Danke für die kompakte Zusammenfassung der Änderungen die 2026 in einigen Bereichen wirksam werden. Was mir etwas fehlt, sind Tips für mögliche.sinvolle Vorschläge für Fondsanlagen, die eine gute Rendite ermöglichen können.
Antworten
Union-Investment 02.03.2026
Antwort zu Kommentar von Kranholdt,Helmut
Guten Tag Herr Kranholdt, es freut uns, dass Ihnen unser Beitrag gefallen hat. Sie wünschen sich sinnvolle Vorschläge für Fondsanalagen mit einer guten Rendite. Es ist wichtig, dass die Geldanlage in einen Fonds zu Ihren Erwartungen und Vorstellungen passt. Dabei spielen auch Ihr Anlagehorizont, Ihre steuerliche Situation, Ihre Risikobereitschaft und Ihre individuelle Vermögensstruktur eine entscheidende Rolle. Diese Fragen sollten in einem persönlichen Beratungsgespräch geklärt werden. Bei allen Beratern der genossenschaftlichen FinanzGruppe erhalten Sie eine Beratung nach Maß. Unter www.union-investment.de/bankensuche finden Sie weitere Adressen. Viele Grüße Tina Weinlein
Herr Werner Bühren 02.03.2026
Ihren Artikel finde ich gerade für junge Leute äußerst interessant und wichtig. Sie sollten sich daher unbedingt bei ihrer zuständigen Bank ausführlich beraten lassen.
Antwort zu Kommentar von Herr Werner Bühren
Guten Tag Herr Bühren, wir freuen uns sehr, dass Ihnen unser Artikel gefallen hat. Bleiben Sie gespannt – auch in Zukunft erwarten Sie bei uns spannende Themen und wertvolle Einblicke. Viele Grüße aus Frankfurt, Ulrike
awerwer
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