Source: https://www.union-investment.de/blog/altersvorsorge_drei_saeulen
Wie private Altersvorsorge helfen kann, den gewünschten Lebensstandard im Ruhestand besser zu halten.
Donnerstag, 13.08.2026
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Die drei Säulen der Altersvorsorge sind die gesetzliche Rentenversicherung, die betriebliche Altersvorsorge und die private Altersvorsorge. Das Drei-Säulen-Modell wurde Anfang der 2000er Jahre mit dem Altersvermögensgesetz als Grundprinzip der Altersabsicherung in Deutschland verankert – mit dem Ziel, die Versorgungslücke der gesetzlichen Rente durch betriebliche und private Vorsorge zu schließen.1
Alle drei Säulen der Altersvorsorge sind wichtig: „Denn für viele Menschen reicht die gesetzliche Rente allein voraussichtlich nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Ruhestand zu halten“, sagt Alberto del Pozo Muniz, Leiter Vorsorge und Kooperationen bei Union Investment. Die Deutsche Rentenversicherung weist für 2024 einen durchschnittlichen Zahlbetrag von 1.154 Euro bei neu zugegangenen Altersrenten aus.2 Ohne weitere Einkünfte besteht also bereits jetzt eine Versorgungslücke für viele Rentnerinnen und Rentner.
Die gesetzliche Rentenversicherung wird im Umlageverfahren vor allem durch Beiträge der Versicherten und Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie durch Bundesmittel finanziert. Aufgrund des demografischen Wandels kommen künftig voraussichtlich immer weniger Beitragszahlende auf immer mehr Rentnerinnen und Rentner. Gleichzeitig leben die Menschen heute länger als früher und beziehen deshalb auch länger Rente. Daher dürfte die gesetzliche Rente auch künftig für viele Menschen allein nicht mehr ausreichen. Eine erste Orientierung zur möglichen individuellen Vorsorgelücke bietet der Vorsorgelücken-Rechner.
Auch die von Union Investment beauftragte Studie „Vorsorgekompass 2026“ stützt die Einschätzung, dass schon heute viele Rentnerinnen und Rentner in Deutschland ohne zusätzliche Vorsorge ihren Lebensstandard nicht mehr halten können. Die Analyse des Centers für Intergenerative Finanzwissenschaft an der „WHU – Otto Beisheim School of Management“ zeigt im Detail auf, wie die heutigen Rentnerinnen und Rentner ihren Lebensstandard finanzieren, wofür die gesetzliche Rente reicht und wofür die Menschen ihr Geld im Ruhestand ausgeben. Außerdem zeigt die Untersuchung, wie sich die Ausgaben im Alter verändern und für welches Konsumverhalten eine zusätzliche Vorsorge besonders relevant ist. Schließlich zählt für Menschen im Ruhestand auch ihre Lebensqualität.3
Die Wissenschaftler kommen im „Vorsorgekompass 2026“ zu dem Ergebnis, dass die gesetzliche Rente zwar für die meisten Haushalte die wichtigste Einkommensquelle im Alter ist. In vielen Fällen kann sie jedoch durchschnittlich nur rund 60 Prozent der monatlichen Ausgaben eines Rentnerhaushalts decken. Die restlichen 40 Prozent müssen also aus anderen Einkommens- und Vermögensquellen finanziert werden – etwa aus betrieblicher oder privater Vorsorge. Die Versorgungslücke aus den laufenden Einnahmen zu schließen gelingt vielen Haushalten schon jetzt nicht mehr.3
Besonders bei jüngeren Ruheständlerinnen und Ruheständlern unter 70 Jahren kann der finanzielle Bedarf größer ausfallen, wenn der Wunsch besteht, im Ruhestand einen aktiven Lebensstil zu führen, der beispielsweise durch Freizeitbeschäftigungen oder Reisen geprägt ist – Aktivitäten, die während der Berufstätigkeit aus zeitlichen oder familiären Gründen oft nicht möglich waren und entsprechende finanzielle Mittel erfordern. „Daher ist es ratsam, frühzeitig Vermögen aufzubauen und die individuellen finanziellen Bedürfnisse sorgfältig zu planen“, sagt del Pozo Muniz. Die Autoren der Studie fassen die Lage kurz und knapp zusammen: „Wer nicht frühzeitig vorsorgt, lebt morgen mit weniger – oder nicht mehr so, wie er oder sie sich das möglicherweise mal vorgestellt hat.“3
Um künftige Versorgungslücken zu verringern, wurde das Altersvorsorgereformgesetz auf den Weg gebracht. Die neuen Regelungen gelten ab dem 1. Januar 2027. Dazu gehört auch das Altersvorsorgedepot, das die Riester-Rente im Neugeschäft ablösen soll.4 „Wir begrüßen die Reform als Schritt, um die private Vorsorge langfristig zu stärken, transparenter und zukunftsfähiger zu machen“, unterstreicht Alberto del Pozo Muniz. So sei das neue Altersvorsorgedepot ein wichtiger Baustein, um das Vertrauen in die kapitalmarktbasierte Altersvorsorge zu stärken. Auch Vereinfachungen bei der Zulagenförderung und der Bestandsschutz für Riester-Kundinnen und -Kunden seien laut del Pozo Muniz bedeutende Fortschritte. Sein Fazit dazu: „Deutschland hat damit einen wichtigen Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen Altersvorsorge gemacht.“
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Das deutsche Rentensystem basiert auf einem Drei-Säulen-Modell, das die finanzielle Absicherung im Alter auf drei sich ergänzende Bausteine verteilt:
Quelle: Union Investment. Stand: Juli 2026.
Ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger sorgt bereits mit der Riester-Rente privat für das Alter vor. Mittlerweile gibt es rund 14,7 Millionen Riester-Verträge (Stand: April 2026).7 Die staatlich geförderte Riester-Rente wurde mit der Rentenreform 2001 beschlossen und 2002 eingeführt. Benannt ist sie nach Walter Riester, dem damaligen Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung. Mit dem Altersvorsorgereformgesetz wird die steuerlich geförderte private Altersvorsorge ab dem 1. Januar 2027 neu geordnet. Neue Riester-Verträge können deshalb nur noch bis zum Jahresende 2026 abgeschlossen werden. Bestehende Verträge genießen Bestandsschutz und können unverändert weitergeführt werden. Riester-Sparerinnen und -Sparer erhalten darüber hinaus neue Wahlmöglichkeiten im Rahmen der Altersvorsorgereform, zum Beispiel können sie in die neue Fördersystematik wechseln und in ihrem Riester-Vertrag bleiben.8
Alternativ ist ein Wechsel in ein Altersvorsorgedepot möglich. Je nach persönlicher Situation kann dies zu einer höheren Förderung führen. Ob dies im Einzelfall vorteilhaft ist, hängt unter anderem vom Einkommen und den eigenen Beiträgen, ab. Das Altersvorsorgedepot bietet neben Garantieprodukten auch Produkte ohne Beitragsgarantie an und eröffnet dadurch höhere Renditechancen, die aber auch mit höheren Verlustrisiken einhergehen. Eine positive Wertentwicklung ist nicht garantiert. Ob ein Wechsel vorteilhaft ist, hängt auch von den Vertragsbedingungen ab.8
Außerdem entfällt die bisherige Pflicht zur Absicherung einer lebenslangen Rentenzahlung. Werden Riester-Sparerinnen und -Sparer nicht aktiv, bleibt es bei der vertraglich vereinbarten lebenslangen Rentenzahlung. Alternativ besteht für ab 2027 beginnende Auszahlphasen die Wahlmöglichkeit eines befristeten Auszahlungsplans, der bis zur Vollendung des 85. Lebensjahres läuft. Ein Auszahlplan kann höhere monatliche Raten ermöglichen, weil keine Versicherungsprämie für eine lebenslange Rentenzahlung anfällt. Dafür endet die Auszahlung spätestens mit Ablauf des Plans, und je nach Vertragsgestaltung können Wertschwankungen die Höhe der Raten beeinflussen. Eine lebenslange Absicherung bietet nur die Leibrente. Die tatsächliche Höhe hängt unter anderem vom angesparten Kapital, der Laufzeit, der Wertentwicklung und den Kosten ab.8 Riester-Kundinnen und -Kunden von Union Investment erhalten vor ihrer Auszahlphase ein Informationsschreiben mit der Darstellung der Wahlmöglichkeiten und eine Berechnung der jeweiligen Auszahlungsoptionen.
Stand: Juli 2026.
Welche Option sinnvoll ist, hängt unter anderem vom bestehenden Vertrag, dem gewünschten Sicherheitsniveau und dem persönlichen Vorsorgeziel ab. Union Investment wird Inhaberinnen und Inhaber bestehender UniProfiRente/4P- und UniProfiRente Select-Verträge rechtzeitig über ihre Handlungsoptionen informieren. Wenn Sie mehr über diese und andere Möglichkeiten, privat für Ihren Ruhestand vorzusorgen, erfahren möchten, sprechen Sie gerne mit den Beraterinnen und Beratern Ihrer Volksbank oder Raiffeisenbank.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung sowie keine Empfehlung zum Abschluss, zur Änderung oder zur Kündigung eines Altersvorsorgevertrags dar. Welche Lösung geeignet ist, hängt von den persönlichen Umständen, Zielen und dem individuellen Sicherheitsbedürfnis ab. Bitte lassen Sie sich vor einer Entscheidung individuell beraten.
Quellen:
Der ursprüngliche Beitrag wurde am 12.02.2026 veröffentlicht und jetzt aktualisiert.
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4 Beiträge
Jan Roth 02.03.2021
Ein guter Artikel. Ich hätte allerdings etwas mehr Kritik am Riesterkonzept erwartet - auch wenn Euer Produkt mit das Beste am Markt ist.
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Mira 02.03.2021
Hallo Ihr, wieder ein sehr übersichtlicher und angenehm lesbarer Text. Weiter so! Ich frage mich nur wieviel Riesterrente ich später im Rentenalter lebenslang monatlich bekäme, wenn ich lediglich die 60,- Mindestbeitrag im Jahr einzahle und die Zulagen erhalte. Mit freundlichen Grüßen, Mira
Union-Investment 02.03.2021
Antwort zu Kommentar von Mira
Hallo Mira, es freut mich, dass Ihnen unser Artikel gefällt. Wie hoch Ihre monatlichen Auszahlungen mit der Riester-Rente ausfallen könnten, können Sie ganz einfach über unseren Modellrechner berechnen. Klicken Sie einfach auf folgenden Link: https://www.union-investment.de/startseite/altersvorsorge/rechner/rechner-upr . Viele Grüße Oliver Nowacki
**Tim H.**06.04.2021
war nach dem artikel bei meiner bank. habe einen vertrag und 200,- bonus, weil ich 22 bin. euer blog ist BARES wert! ich sage: dankeschön.
Union-Investment 06.04.2021
Antwort zu Kommentar von Tim H.
Hallo Tim, schön dass wir mit unserem blog dazu beitragen konnten, dass Sie sich den Berufseinsteigerbonus sichern. Viele Grüße und bleiben Sie gesund Tina
Klaus Rieger 20.04.2026
https://www.union-investment.de/startseite/altersvorsorge/rechner/rechner-upr Der Link funktioniert nicht.
Union-Investment 21.04.2026
Antwort zu Kommentar von Klaus Rieger
Guten Tag Herr Rieger, vielen Dank für den wertvollen Hinweis. Eine Modellrechnung für Ihren Altersvorsorgevertrag ist derzeit nur über unseren Kundenservice oder bei Ihrer örtlichen Bank aus der genossenschaftlichen FinanzGruppe möglich. Die Berater vor Ort erstellen gern eine Vorsorgeanalyse für Sie und beantworten Ihre Fragen. Veile Grüße aus Frankfurt, Eva
awerwer
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