Source: https://www.union-investment.de/blog/fruehstart_rente
Die private Altersvorsorge wird für junge Menschen immer wichtiger. Was die geplante Frühstart-Rente bringen kann und was Sie schon jetzt für Ihre Kinder tun können.
Freitag, 21.08.2026
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Wer Kinder großzieht, denkt in langen Zeiträumen. Und genau dieser Weitblick ist heute mehr denn je gefragt – denn die gesetzliche Rente allein dürfte für viele Menschen nicht ausreichen, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. Das gilt für Erwachsene, aber dürfte auch ganz besonders Kinder betreffen, die jetzt aufwachsen und erst in vielen Jahrzehnten unter dem Eindruck des demografischen Wandels in Rente gehen werden.1
Auch dem Staat ist das bewusst. Mit der geplanten Frühstart-Rente verfolgt die Bundesregierung das Ziel, junge Menschen früh mit einem Startkapital für ihre private Altersvorsorge auszustatten, Erfahrungen bei der Geldanlage zu ermöglichen und die Finanzkompetenz zu stärken. Dabei sollen auch die Renditechancen des Kapitalmarkts genutzt werden können. So soll neben der gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge ein privater Baustein für den Ruhestand aufgebaut werden.2
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Der Entwurf der Bundesregierung sieht vor, dass der Staat für jedes berechtigte Kind zwischen dem sechsten und dem 18. Lebensjahr monatlich zehn Euro in einen zertifizierten Standard-Altersvorsorgevertrag zahlt, wobei die Kapitalerträge bis zum Renteneintritt steuerfrei bleiben sollen. Nach dem Gesetzentwurf soll die Förderung zunächst für Kinder ab dem Geburtsjahrgang 2020 gelten. Jedes Jahr wird ein weiterer Jahrgang der dann Sechsjährigen förderberechtigt. Ziel ist es, frühzeitig einen Grundstock für die private Altersvorsorge zu schaffen und langfristig Vermögen für das Rentenalter aufzubauen.2
„Auch wenn Eltern kein individuelles Altersvorsorgedepot eröffnen, sollen Kinder über eine kollektive Anlage profitieren“, sagt Alberto del Pozo Muniz, Leiter Vorsorge und Kooperationen bei Union Investment. „Die Erträge bleiben bis zum Beginn der Auszahlungsphase steuerfrei.“2
Die Frühstart-Rente ist ein zentrales Element aus dem Koalitionsvertrag und wurde am 12. August 2026 von der Bundesregierung beschlossen und in den Bundestag eingebracht. Ziel ist es, dass das Gesetz zum 1. Januar 2027 in Kraft treten kann, aber rückwirkend zum 1. Januar 2026 wirksam werden soll.2
Wenn das Gesetz wie geplant zum 1. Januar 2027 in Kraft tritt, soll die Förderung zunächst für die Geburtsjahrgänge 2020 und 2021 gelten. Für den Geburtsjahrgang 2020 ist eine rückwirkende Förderung ab dem 1. Januar 2026 vorgesehen.2
Langer Anlagehorizont, früher Start – das ist die Grundidee der Frühstart-Rente. Dieses geplante staatliche Fördermodell für die private Altersvorsorge von Kindern soll, wenn es wie vorgesehen in Kraft tritt, Eltern die Möglichkeit bieten, ein staatlich gefördertes Altersvorsorgedepot für ihre Kinder zu eröffnen.
Alberto del Pozo Muniz
Der Regierungsentwurf für die Frühstart-Rente sieht vor, dass die in einem kostengünstigen zertifizierten Standarddepot-Vertrag Altersvorsorge beziehungsweise in einem Altersvorsorgedepot angesparte Summe durch private Einzahlungen bis zu einem jährlichen Höchstbetrag aufgestockt werden kann. Das Geld soll in einem individuellen kapitalgedeckten Altersvorsorgedepot am Kapitalmarkt angelegt werden. Die konkreten Anlagebedingungen und die Auswahl der zulässigen Produkte ergeben sich aus dem Gesetzentwurf und den späteren Vertragsangeboten. Eltern können das individuelle Altersvorsorgedepot für ihr Kind bei einem Anbieter eröffnen und durch eigene Beiträge ergänzen. Die Auszahlung des Frühstart-Rente-Vermögens soll laut Gesetzentwurf grundsätzlich nicht vor der Vollendung des 65. Lebensjahres möglich sein. Während der Ansparphase sollen die Kapitalerträge steuerfrei bleiben. Zusätzlich sieht der Gesetzentwurf vor, dass der Standarddepot-Vertrag bis zum Renteneintritt durch eigene Einzahlungen weiter bespart werden kann. Alternativ soll ein Wechsel in einen anderen zertifizierten Altersvorsorgevertrag möglich sein. So kann ein nahtloser Übergang von der Frühstart-Rente in die geförderte private Altersvorsorge ermöglicht werden.2 „Dies dürfte für viele einen attraktiven Einstieg in die lebenslange Altersvorsorge darstellen“, sagt Alberto del Pozo Muniz.
Bei der Frühstart-Rente ist die Anlageform gesetzlich vorgegeben: Der Gesetzgeber sieht hierfür zertifizierte Standarddepot-Verträge Altersvorsorge vor. Dahinter steckt eine klare politische Absicht. Die Frühstart-Rente soll Kinder und ihre Eltern nicht nur finanziell fördern, sondern auch an den Kapitalmarkt heranführen. Jahrgangsübergreifend und einheitlich sollen junge Menschen gemeinsam mit ihren Familien früh praktische Erfahrungen mit Kapitalanlagen sammeln. Damit das gelingt, verpflichtet das Altersvorsorgereformgesetz Anbieter und öffentliche Stellen dazu, verständliche, transparente und regelmäßig aktualisierte Informationen bereitzustellen. So können Eltern und Kinder nachvollziehen, wie sich das Vermögen entwickelt und welche Rolle der Kapitalmarkt dabei spielt.2
Doch welche Sparsummen sind mit der staatlichen Förderung von insgesamt 1.440 Euro pro Kind über zwölf Jahre möglich? In der unten stehenden Grafik sind beispielhaft die Ergebnisse von zwei ausgewählten Szenarien dargestellt.
Zehn Euro im Monat vom Staat für ein Kind, und das über zwölf Jahre hinweg: Was klein klingt, kann durch den langen Anlagehorizont und den Zinseszinseffekt eine erhebliche Wirkung entfalten. Die beiden Beispiele zeigen, wie sich das Startkapital bis zum Rentenbeginn mit 67 entwickeln kann – allein durch die staatliche Förderung oder kombiniert mit eigenen Einzahlungen.3
Hinweis: Die ausgewählten Szenarien sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Gebühren und Kosten sind in der Beispielrechnung nicht berücksichtigt und können die Rendite mindern. Es wird nicht die Wertentwicklung eines konkreten Produkts dargestellt. Geldanlagen an Kapitalmärkten unterliegen Risiken, zum Beispiel marktbedingten Kurs- und Ertragsschwankungen sowie Bonitätsrisiken einzelner Emittenten/Vertragspartner.
Die Frühstart-Rente ist nicht der einzige Weg, mit dem Eltern für die finanzielle Zukunft ihrer Kinder vorsorgen können. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen der Frühstart-Rente, einem Kinderdepot wie dem JuniorDepot von Union Investment und einem Riester-Vertrag hinsichtlich staatlicher Förderung, Zielgruppe, Verfügbarkeit und Verwendungszweck.
* Förderberechtigte Personen siehe Bundesministerium der Finanzen, Fragen und Antworten zur Reform der geförderten privaten Altersvorsorge. ** Diese Aussage bezieht sich auf die klassischen Publikumsfonds (Aktien-, Renten- und Mischfonds).
Quellen: Bundesregierung (Frühstart-Rente); Depotvertrag (JuniorDepot); AltersZertG, Altersvorsorgereformgesetz; EStG (Riester und Altersvorsorgedepot). Diese Tabelle ersetzt keine individuelle Finanz- oder Rechtsberatung. Stand: August 2026.
Niemand kann in die Zukunft blicken, aber man kann sich vorbereiten. Auch wenn die Frühstart-Rente noch nicht in Kraft ist, gibt es bereits heute Möglichkeiten, für die finanzielle Zukunft Ihres Kindes vorzusorgen. Wer mehr dazu erfahren möchte, kann sich auf der Privatkundenseite von Union Investment informieren, wo es auch weitere Informationen zur Frühstart-Rente gibt. Wollen Sie noch mehr über die Anlagemöglichkeiten zur Altersvorsorge Ihrer Kinder erfahren? Ihre Volksbank oder Raiffeisenbank berät Sie gerne.
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Quellen:
Der ursprüngliche Beitrag wurde am 29.12.2025 veröffentlicht und jetzt aktualisiert. Bitte lesen Sie den Disclaimer.
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