Source: https://www.union-investment.de/blog/fuenf_tipps_zum_sparen_fuer_kinder_union_investment
Schule, Ausbildung, Führerschein? Früh mit dem Sparen für den Nachwuchs zu beginnen lautet der wichtigste Rat.
Montag, 17.08.2026
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Einen guten Start in ein selbstständiges Leben möglich machen: Diesen Wunsch haben viele Eltern und Großeltern für den Nachwuchs. Ob Führerschein, Ausbildung, Studium oder die erste eigene Wohnung – frühzeitig etwas Geld zurückzulegen kann finanzielle Freiräume schaffen. Vor allem dann, wenn sie später gebraucht werden.
Eine allgemein „beste“ Geldanlage für Kinder gibt es nicht. Welche Lösung für den eigenen Nachwuchs infrage kommt, hängt unter anderem vom Sparziel, der Laufzeit, der gewünschten Verfügbarkeit, den Kosten, der finanziellen und steuerlichen Situation und der persönlichen Risikobereitschaft ab. „Für kurzfristige Ziele kommen eher sichere Sparformen wie Tages- oder Festgeld infrage“, sagt Johannes Hoffmann, Leiter Vorsorge, Vermögen und Digitallösungen bei Union Investment. „Bei einem langen Anlagehorizont können Anlegerinnen und Anleger auch Wertpapier- oder Fondssparpläne in Betracht ziehen. Diese können höhere Ertragschancen bieten, unterliegen aber auch Wertschwankungen und Verlustrisiken.“
Entscheidend beim Sparen sind regelmäßige Einzahlungen, überschaubare Kosten und ein Weg, der zur Familie passt. Hier fünf Empfehlungen für das Sparen für Kinder.
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„Der Faktor Zeit spielt eine zentrale Rolle, egal wie man spart“, bestätigt auch Johannes Hoffmann. „Je früher Sie beginnen, desto mehr Zeit bleibt für den Vermögensaufbau.“ Wie viel am Ende zur Verfügung steht, hängt unter anderem von Sparrate, Laufzeit, Kosten und Wertentwicklung ab. Und weil für die Zukunft der Kinder über viele Jahre gespart wird, können selbst kleine regelmäßige Sparraten helfen, einen Grundstock zu bilden. Bei einem Fondssparplan* kann außerdem der sogenannte Durchschnittspreiseffekt zusätzlich beim Sparen helfen.
Wenn Sie regelmäßig in einen Investmentfonds sparen*, kaufen Sie mit gleichbleibenden Sparraten bei niedrigen Kursen mehr Fondsanteile und bei höheren Kursen entsprechend weniger. Über die Zeit ergibt sich dadurch ein durchschnittlicher Kaufpreis für die erworbenen Anteile. Der Effekt kann helfen, das Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitpunkts zu verringern. Er garantiert jedoch weder eine positive Rendite noch einen günstigeren Kaufpreis als bei einer Einmalanlage. Die Verbraucherzentrale weist zudem darauf hin, dass ein ausreichend langer Anlagehorizont und das Bewusstsein für Wertschwankungen wichtig sind.1
Ob Ausbildung, Studium oder Führerschein, es gibt viele Anlässe, die Kinder auf dem Lebensweg zu unterstützen. Was kostet das? Und wie viel können Sie dafür monatlich auf die hohe Kante legen? Wenn Sie sich dies vor Augen führen, erhalten Sie eine Einschätzung darüber, welche Ziele für Sie realistisch sind. Möchten Sie beispielsweise für den Führerschein Ihres Kindes sparen, kann ein Betrag in der Bandbreite zwischen 2.500 und 4.500 Euro als Orientierung dienen.2 Für ein Studium außerhalb des Elternhauses wird teilweise ein monatlicher Bedarf von etwa 990 Euro als Orientierungswert zugrunde gelegt.3 Über ein Jahr ergibt das bereits knapp 12.000 Euro, wobei ein Teil davon eventuell durch BAföG oder einen Nebenverdienst gedeckt werden kann. Daraus lässt sich beispielhaft ableiten, welche Sparraten und Zeiträume erforderlich sein könnten.
Die wichtigsten Fragen beim Sparen
- Wie viel Geld soll angespart werden, um das Sparziel zu erreichen? - Was ist mein Anlagehorizont? - Wie viel Risiko und Chance möchte ich? - Wie viel Wertschwankungen kann ich aushalten? - Wie hoch sollen die Kosten sein? - Wie verfügbar soll das Geld sein? - Auf welchen Namen soll das Konto oder Depot laufen?
Wichtig ist, dass Sie beim Sparen diszipliniert bleiben. Legen Sie konsequent einen festen monatlichen Betrag zur Seite, dann kommen Sie gar nicht erst in Versuchung, das Geld für andere Dinge auszugeben. Auch kleinere monatliche Beträge können sich über einen längeren Zeitraum zu einem nennenswerten Betrag summieren.
Eröffnen die Eltern ein Konto oder Depot auf den Namen und auf Rechnung des Kindes, werden das darin verwahrte Vermögen und die daraus erzielten Kapitalerträge dem Kind zugerechnet. Auch für Kinder gilt ein eigener Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Kalenderjahr. Bis zu dieser Höhe bleiben die Erträge steuerfrei, sofern der Betrag nicht bereits durch andere Kapitalerträge ausgeschöpft ist. Damit die Bank keine Kapitalertragsteuer einbehält, können die Eltern einen Freistellungsauftrag auf den Namen des Kindes einrichten.4 Sollte der Sparerpauschbetrag nicht ausreichen, kann darüber hinaus gegebenenfalls ein Antrag auf NV-Bescheinigung beim zuständigen Finanzamt gestellt werden. Kinder haben hier einen eigenen Grundfreibetrag.5
Eltern verwalten treuhänderisch das Konto oder Depot bis zu Volljährigkeit des Kindes im Rahmen ihrer gesetzlichen Vertretungsmacht. Das bedeutet, dass Eltern das Geld ihrer Kinder ausschließlich zum Wohl des Kindes einsetzen und das Geld nicht für eigene Zwecke nutzen dürfen. Mit Vollendung des 18. Lebensjahres endet jedoch die elterliche Vertretungsmacht. Das Kind kann dann selbst über das Guthaben beziehungsweise Depot verfügen.
Bei Kindern können Kapitalerträge bei der Prüfung der beitragsfreien Familienversicherung in der Krankenkasse berücksichtigt werden. Entscheidend ist, ob das regelmäßige Gesamteinkommen des Kindes die jeweils geltende Einkommensgrenze überschreitet. 2026 liegt die allgemeine Einkommensgrenze bei maximal 565 Euro im Monat; für ausschließlich geringfügige Beschäftigungen auf Minijob-Basis gilt eine Grenze von 603 Euro. Ob die Familienversicherung im Einzelfall bestehen bleibt, sollten Familien direkt mit ihrer Krankenkasse klären.6
Bei klassischen Sparformen wie dem Sparbuch oder dem Tagesgeldkonto sind die Ertragschancen und Zinssätze abhängig von der Marktlage und dem jeweiligen Anbieter. Über den Sparplanrechner können Sie sich mittels unterschiedlicher Beträge, Laufzeiten und Annahmen mit dem Fondssparen vertraut machen. Die folgende Tabelle kann bei der Suche nach der individuell passenden Sparform helfen.
Sie möchten regelmäßig einen festen Betrag zur Seite legen, haben sich ein festes finanzielles Ziel gesteckt oder möchten vorausschauend Ihre Zukunft planen? Dann finden Sie in wenigen Minuten heraus, wie Sie Ihr Sparziel erreichen können.
Zum Rechner
Hinweis: Die Übersicht dient der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung dar. Welche Sparform geeignet ist, hängt unter anderem vom Sparziel, Anlagezeitraum, verfügbaren Betrag und der persönlichen Risikobereitschaft ab. Wertpapier- und Fondssparpläne können Kursschwankungen und Verlustrisiken unterliegen. Die konkreten Kosten, Bedingungen und Risiken sind den jeweiligen Produktunterlagen zu entnehmen. Stand: August 2026.
Das Sparen für Kinder ist kein Selbstläufer: Je nach Anlageform gibt es unterschiedliche Chancen, Kosten und Risiken, die beachtet werden sollten. Wenn Sie eine konkrete Lösung suchen, können Sie sich zu Ihren persönlichen Zielen, Ihrem Anlagehorizont und Ihrer Risikobereitschaft beraten lassen, etwa bei Ihrer Volksbank oder Raiffeisenbank.
Wie starte ich am besten mit dem Sparen?
* Fondssparpläne bergen verschiedene Risiken, die beachtet werden sollten. So kann nicht ausgeschlossen werden, dass am Ende der Ansparphase weniger Vermögen zur Verfügung steht, als insgesamt eingezahlt wurde, wodurch die Sparziele möglicherweise nicht erreicht werden. Zudem besteht ein Risiko durch marktbedingte Kursschwankungen sowie ein Ertragsrisiko. Im Vergleich zum Ausgabepreis einer Einmalanlage kann der Durchschnittspreis eines Fondssparplans höher ausfallen. Dadurch kann die Rendite eines Fondssparplans unter Umständen geringer ausfallen als bei einer Einmalanlage.
** Diese Aussage bezieht sich auf die klassischen Publikumsfonds (Aktien-, Renten- und Mischfonds).
Quellen:
Der ursprüngliche Beitrag wurde am 08.07.2020 veröffentlicht und jetzt aktualisiert.
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1 Beiträge
Kauch 27.01.2025
Danke für diesen aufklärenden Artikel. Er zeigt jedoch, wie wenig ernst die Politik es mit unserem Nachwuchs nimmt. Durch die konsequente Besteuerung oberhalb des Freibetrags von 1 Tsd. € wird der Vermögensaufbau für Kinder zur Lachnummer. Ganz abgesehen vom Wegfall von BaföG und unter Umständen eintretender Krankenversicherungspflicht. Wohin kann man sich wenden um diese Ignoranten in der Politik zu einem Umdenken zu bewegen. Für mich bedeutet das, den Wegfall der genannten Hemmnisse zu erreichen und Beträge bis zur Volljährigkeit generell von der Kapitalertragsteuer zu befreien.
Antworten
Union-Investment 28.01.2025
Antwort zu Kommentar von Kauch
Guten Tag, vielen Dank für Ihren Beitrag. Für die gewünschten Änderungen ist der Gesetzgeber der richtige Anrpechpartner. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg. Gruß aus Frankfurt, H. Fincke
awerwer
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