Source: https://www.union-investment.de/blog/zum_schulstart_das_erste_taschengeld_union_investment
Der Schuleintritt ist ein guter Anlass, Kindern den Umgang mit Geld näherzubringen.
Montag, 17.08.2026
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Wie viel Taschengeld ist zum Schulstart angemessen? Für Kinder im Alter von sechs bis sieben Jahren empfiehlt das Deutsche Jugendinstitut (DJI) derzeit etwa zwei bis drei Euro pro Woche, für Acht- bis Neunjährige drei bis vier Euro.1 Die vollständige Taschengeldtabelle mit Richtwerten für alle Altersstufen und dem passenden Auszahlungsrhythmus finden Sie weiter unten. Entscheidend sind dabei aber nicht nur Alter und Betrag, sondern auch das Familienbudget.
Der Schulstart ist für Kinder, Eltern und Großeltern ein spannender Lebensabschnitt: Mit dem ersten Schultag machen Familien viele neue Erfahrungen. Spätestens mit der Einschulung wird deshalb auch das Taschengeld zum Thema: Wie viel soll es sein? Bekommt das Kind den Betrag wöchentlich oder monatlich? Erhält es das Geld direkt oder auf ein eigenes Girokonto? Und wofür dürfen Tochter oder Sohn das eigene Geld ausgeben? Diese und ähnliche Fragen werden gerade zum Schulstart zwischen Eltern und Kindern zuweilen heiß diskutiert. Nicht immer sind die Kinder mit der Summe einverstanden, ohne bereits zu wissen, was sie damit für sich kaufen können.
„Durch Taschengeld können Kinder lernen, wie sie vernünftig mit ihrem Geld umgehen“, sagt Johannes Hoffmann, Leiter Vorsorge, Vermögen und Digitallösungen bei Union Investment. Sie verstehen dadurch zunehmend, dass Dinge unterschiedlich viel Geld kosten und sie sich nicht immer alles leisten können, was sie gerne hätten. Hoffmann: „So lernen Kinder letztlich auch, Entscheidungen zu treffen und vorausschauend zu planen.“
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Die Expertinnen und Experten des Deutschen Jugendinstituts (DJI) empfehlen, ab dem Grundschulalter mit der Taschengeldzahlung zu beginnen.2 Schon mit kleinen Beträgen können Kinder lernen, praktisch zu rechnen und über bestimmte Zeiträume zu planen, was eine wichtige Voraussetzung für den sinnvollen Umgang mit Geld ist.
Wie viel Taschengeld ein Kind bekommt, hängt zunächst vom Familienbudget ab. Nachdem die Frage geklärt ist, wie viel grundsätzlich für das Taschengeld zur Verfügung steht, spielt vor allem das Alter des Kindes eine Rolle. Für den Anfang bieten sich geringe wöchentliche Beträge an. Ältere Kinder, die in der Lage sind, größere Zeiträume zu überblicken, können das Taschengeld einmal im Monat bekommen.
Die aktuelle Taschengeldtabelle des Deutschen Jugendinstituts (DJI) kann Eltern eine erste Orientierung bieten.1 „Entscheidend ist, dass Eltern sich mit ihrer Wahl wohlfühlen“, sagt Johannes Hoffmann. „Und: Wichtiger, als einen möglichst hohen Betrag zu zahlen, ist, dass das Kind den selbstständigen Umgang mit Geld lernt und dessen Wert versteht.“
Quelle: Deutsches Jugendinstitut (DJI), September 2025. Hinweis: Die Taschengeldbeträge basieren auf den Empfehlungen des DJI. Sie dienen als Orientierung und sind keine verbindlichen Vorgaben.
Dr. Alexandra Langmeyer-Tornier ist Leiterin der Fachgruppe „Lebenslagen und Lebenswelten von Kindern“ am DJI und hat zusammen mit Sophia Charbursky für das Institut ihre Empfehlungen zum Taschengeld zusammengefasst. Sie versteht Taschengeld als geschützten Lernraum. Darin können Kinder und Jugendliche selbstständig planen, wofür sie ihr Geld ausgeben, sparen und aus ihren finanziellen Entscheidungen lernen. Wichtig sind dabei ein verlässlicher Auszahlungsrhythmus, eine altersgerechte Höhe und klare, gemeinsam besprochene Regeln. Grundsätzlich sollte das Geld zur freien Verfügung stehen: Kinder dürfen selbst entscheiden, wofür sie es ausgeben oder ob sie für größere Wünsche sparen. Ist das Taschengeld vor der nächsten Auszahlung aufgebraucht, können sie daraus lernen, ihr Geld künftig besser einzuteilen. Die konkrete Ausgestaltung sollte dabei zur Entwicklung des Kindes und zur finanziellen Situation der Familie passen.3
Laut der vom DJI herausgegebenen „Taschengeld Expertise“ sollte das Taschengeld nicht an alltägliche Pflichten wie Aufräumen, Hausaufgaben oder Zähneputzen gekoppelt sein. Es sollte regelmäßig und ohne Gegenleistung gezahlt werden, damit Kinder den Umgang mit Geld lernen. Für besondere, zusätzliche Aufgaben können Eltern eine separate Vergütung vereinbaren.3
Je älter die Kinder werden, desto größer werden die Wünsche. Die beiden Autorinnen der Studie raten Eltern, ihren älteren Kindern bei größeren Wünschen eigene Sparentscheidungen zuzutrauen.3 Während jüngere Kinder ihr Taschengeld oft für kleinere Wünsche ausgeben, interessieren sich ältere Kinder und Jugendliche zunehmend für teurere Anschaffungen, seien es besondere Turnschuhe, ein Computerspiel oder ein Skateboard.
Reicht das Taschengeld dafür nicht sofort aus, können sie lernen, sich ein Sparziel zu setzen, regelmäßig Geld zurückzulegen und zwischen einem sofortigen Kauf und einem späteren Wunsch abzuwägen. Ist das Ziel erreicht, erleben sie unmittelbar, dass sich Geduld und Planung lohnen können. „Das erste selbst gekaufte Skateboard macht stolz und bringt oft noch mehr Freude, als wenn es ein Geschenk gewesen wäre“, sagt Hoffmann, „und daran erinnert man sich sicherlich auch Jahre später.“
Wissen Sie noch, was Sie sich von Ihrem ersten Taschengeld gekauft haben? Oder wofür Sie zum ersten Mal gespart haben? Dann schreiben Sie uns einen Kommentar – wir sind gespannt!
Für die großen Wünsche, die Ausbildung oder die langfristige finanzielle Vorsorge können Eltern und Großeltern verschiedene Spar- und Anlagemöglichkeiten prüfen. Welche Lösung in Betracht kommt, hängt unter anderem von Ziel, Laufzeit, Risikobereitschaft und finanziellen Möglichkeiten ab. Möchten Sie mehr dazu erfahren? Lassen Sie sich in einer der Volksbanken und Raiffeisenbanken beraten .
Quellen:
Der ursprüngliche Beitrag wurde am 24.06.2025 veröffentlicht und jetzt aktualisiert.
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3 Beiträge
Nina Seveker 15.03.2021
Ich habe mir von meinem ersten Geld eine Kassette gekauft. Benjamin Blümchen als Detektiv.
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Helmut Schommer 31.10.2021
Hallo. Ich bin am 27.6.1954 geboren. Mein erstes Taschengeld (50 Pfennig in der Woche) habe ich mit ca. 11/12 Jahren bekommen. Das habe ich 10 Wochen lang gespart und mir dann davon Single Schallplatten gekauft. Die haben damals 5DM gekostet.
Dirk Wolff 26.07.2025
Mein erster größerer Wunsch war ein eigener Fernseher - so ein kleiner, tragbarer. Das war damals etwas ganz besonderes (Geburtsjahr 1964 - da gab es in vielen Wohnungen noch keinen einzigen). Als Taschengeld gab es bei uns zuhause pro Monat so viel, wie man alt war (z.B. mit 15 Jahren 15 DM also ca. 7,50€). So lange hätte ich garnicht sparen können, meinen Wunsch vom Taschengeld bezahlen zu können. Also: Zeitungen austragen, Messestände mit auf- und abbauen... Man war ich stolz, als das Geld zusammen und der Fernseher in meinem Zimmer war.
awerwer
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