Source: https://www.union-investment.de/unsere-services/aktuelle-nachrichten/politik-maerkte/thema-der-woche-aufschwung-in-deutschland
14.09.2026
Verbesserte Frühindikatoren, höhere Exporte – die Anzeichen mehren sich, dass die deutsche Wirtschaft nach und nach Schwung aufnimmt. Selbst die erhöhten Energiepreise sollten den Aufschwung nicht bremsen.
Nach einer langen Flaute scheint es in Deutschland wirtschaftlich wieder bergauf zu gehen. Einige konjunkturelle Frühindikatoren haben sich deutlich verbessert – und die jüngsten Exportzahlen sehen gut aus. Die Stimmung in der Wirtschaft hellt sich entsprechend etwas auf. Union Investment geht davon aus, dass auch der ZEW-Index für September, der am morgigen Dienstag, dem 15. September 2026, veröffentlicht wird und die Meinung von Finanzmarktexpertinnen und -experten widerspiegelt, dieses Bild bestätigen sollte.
Neben den Ausfuhren entfalten die großen staatlichen Investitionspakete für Sicherheit und Infrastruktur ihre Wirkung. Zudem dürften sie private Investitionen nach sich ziehen. Das Wachstum scheint hierzulande allmählich wieder in Schwung zu kommen.
Störfeuer für die Erholung droht aber erneut aus dem Persischen Golf. Dort sind die Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran wieder aufgeflammt. Vor allem die Angriffe auf Schiffe rund um die Straße von Hormus sind neuerlich eskaliert. Das hat den Ölpreis wieder auf mehr als 100 US-Dollar je Fass der Nordsee-Sorte Brent steigen lassen.
Union Investment erwartet jedoch, dass der negative Einfluss der Energiepreise auf die Inflation begrenzt bleiben sollte, und geht davon aus, dass eine für beide Seiten gesichtswahrende Lösung für die Situation im Nahen Osten gefunden wird, bevor Öl global knapp wird. Insofern sollten die Energiepreise kein Hemmschuh für die Erholung der deutschen Wirtschaft sein.
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