Source: https://www.union-investment.de/blog/anlegerbarometer_erfolgsfaktoren_beim_sparen
Disziplin, Wissen, familiäre Prägung: Das aktuelle Anlegerbarometer von Union Investment zeigt, worauf es beim Sparen wirklich ankommt.
Mittwoch, 05.08.2026
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Die finanzielle Vorsorge von Kindern beginnt nicht erst mit dem ersten Gehalt – sondern im Gespräch mit ihren Eltern. Laut dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment machen vor allem drei Dinge den Unterschied, um besser sparen zu können: Disziplin beim Sparen, Wissen und das Sparen lernen in der Familie.¹ Doch wie genau entsteht diese Prägung – und was können Eltern ihren Kindern heute mitgeben, damit sie morgen finanziell auf soliden Beinen stehen?
Zunächst beginnt Finanzwissen zu Hause. Und oft sind es die in einfachen Sprichwörtern vermittelten Lebensweisheiten, die allgegenwärtig bleiben und als Leitlinie dienen können. Im aktuellen Anlegerbarometer geben Eltern an, welche Ratschläge sie selbst von ihren Eltern mitbekommen haben – und was sie davon heute an den eigenen Nachwuchs weitergeben würden.1
Quelle: Anlegerbarometer von Union Investment, zweites Quartal 2026.
Doch die Elterngeneration von heute denkt weiter. Was würde sie ihren Kindern raten? Ganz oben steht der Ratschlag „Nicht alles auf eine Karte setzen“. Also breit streuen, statt alles auf eine Anlage zu setzen. Ein Prinzip, das in der Finanzwelt unter dem Begriff „Diversifikation“ bekannt ist und auch beim Fondssparen eine zentrale Rolle spielt. Auf Platz zwei des aktuellen Anlegerbarometers folgt: „Investiere nie in etwas, das du nicht verstehst.“ Das zeigt: Finanzwissen und Verstehen sind keine Nebensache, sondern gelten als Schutzschild gegen Fehlentscheidungen.
Interessant: Den Spruch „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ haben nur drei Prozent der Befragten von den eigenen Eltern gehört. Immerhin 15 Prozent würden ihn aber heute ihren Kindern weitergeben. In diesem Sinne ist auch auffällig, dass die klassischen Sparweisheiten wie „Kleinvieh macht auch Mist“ und „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“ laut den Umfrageergebnissen heute seltener aktiv weitergegeben werden.
Nur 29 Prozent der befragten Eltern geben laut dem aktuellen Anlegerbarometer an, von den eigenen Eltern gut oder sehr gut mit Finanzwissen versorgt worden zu sein. Andrea Erlach, Marktforscherin bei Union Investment, findet: „Das ist eine ernüchternde Zahl – und gleichzeitig ein Auftrag. Denn trotz dieser Lücke sehen 90 Prozent der befragten Eltern die Vermittlung von Finanzwissen klar als familiäre Aufgabe.“ Daneben sehen viele Eltern auch die Schule in der Pflicht (77 Prozent). Verbraucherorganisationen (29 Prozent), Finanzberaterinnen und -berater (23 Prozent) oder Medien (19 Prozent) spielen dagegen in der Wahrnehmung der Befragten eine kleinere Rolle.
Fast alle Eltern (89 Prozent) sprechen mit ihren Kindern über Finanzthemen. Aber welche Gelegenheiten werden dafür genutzt? Laut dem aktuellen Anlegerbarometer ergeben sich die Geldgespräche besonders häufig beim Konsum/Shopping (92 Prozent), beim Thema Taschengeld (74 Prozent) oder bei größeren Ausgaben (67 Prozent). „Über das Anlegen von Geld hingegen sprechen nur 43 Prozent der Eltern mit ihren Kindern“, sagt Andrea Erlach. „Hier liegt noch viel ungenutztes Potenzial.“
Was braucht man neben dem Wissen, um wirklich erfolgreich zu sparen? Das Anlegerbarometer liefert dafür klare Antworten – und zeigt, wie einig sich Eltern in Deutschland darüber sind.
Dass Disziplin bei der Befragung im Rahmen des Anlegerbarometers ganz oben steht, überrascht kaum. Wer regelmäßig und verlässlich zurücklegt, kann über die Jahre ein solides Finanzpolster aufbauen, ganz unabhängig vom gesparten Betrag. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass genauso viele Befragte den Faktor Geld zu haben genauso wichtig einschätzen wie das Finanzwissen selbst. Das deutet darauf hin, dass für viele das Sparen mit der Möglichkeit verbunden ist, überhaupt etwas zur Seite legen zu können, was erst ab einem bestimmten Einkommensniveau möglich ist.
Doch das stimmt so nicht ganz: Schon mit kleinen Beträgen lässt sich bereits ein Anfang machen. Diese und weitere Aspekte werden im Blogbeitrag „JuniorDepot einrichten: In vier Schritten zum Vermögensaufbau“ ausführlich erklärt.
Besonders aufschlussreich ist der ebenfalls häufig genannte Aspekt, das „Sparen in der Familie gelernt haben“. Sparen ist nämlich oft tief in der Familienkultur verwurzelt. Wer als Kind erlebt hat, wie Eltern mit Geld umgehen, welche Werte sie vertreten und wie sie über finanzielle Ziele sprechen, trägt diese Prägung ein Leben lang mit sich.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor beim Sparen ist außerdem die Zeit. Extrazeit können Kinder gewinnen, wenn Eltern bereits für sie mit dem Sparen beginnen. „Mit der Frühstart-Rente verfolgt die Bundesregierung ein Konzept, das – sofern es wie im Eckpunktepapier des Bundesfinanzministeriums vorgesehen umgesetzt wird – den frühzeitigen Aufbau einer langfristigen Vorsorge unterstützen und Kinder bereits früh mit den Chancen und Risiken des Kapitalmarkts vertraut machen soll“, erläutert Alberto del Pozo Muniz, Leiter Vorsorge und Kooperationen bei Union Investment.2
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Das aktuelle Anlegerbarometer bietet noch weitere Erkenntnisse. Etwa, dass sieben von zehn Eltern bereits regelmäßig für ihre Kinder sparen, doch nur 13 Prozent, womöglich wegen anderer Priorisierungen, an die Altersvorsorge denken. Erfahren Sie mehr dazu in unserem Beitrag „Wie sparen Eltern für ihre Kinder?“ auf unserer Webseite.
Sieben von zehn Eltern sparen regelmäßig für ihre Kinder – doch die Altersvorsorge spielt kaum eine Rolle. Das zeigt das aktuelle Anlegerbarometer von Union Investment.
28.07.2026
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